APA - Austria Presse Agentur

Durchwachsenes Ergebnis für heimische Unis in "Times"-Liste

02. Sept 2020 · Lesedauer 3 min

Das "Times Higher Education Ranking" 2021 bringt für die heimischen Unis ein durchwachsenes Ergebnis: Für Uni und Medizin-Uni Innsbruck ist es bergauf gegangen, für die Unis Wien, Graz, Leoben und die Technische Uni Wien leicht bergab. Fünf der elf gereihten Austro-Unis (Medizin-Unis Wien und Graz, Unis Klagenfurt und Linz, TU Graz) konnten ihre Position halten. US-Unis dominieren die Top-Ten.

Das "Times Higher Education Ranking" 2021 bringt für die heimischen Unis ein durchwachsenes Ergebnis: Für Uni und Medizin-Uni Innsbruck ist es bergauf gegangen, für die Unis Wien, Graz, Leoben und die Technische Uni Wien leicht bergab. Fünf der elf gereihten Austro-Unis (Medizin-Unis Wien und Graz, Unis Klagenfurt und Linz, TU Graz) konnten ihre Position halten. US-Unis dominieren die Top-Ten.

Die Uni Wien ist in diesem Jahr von Rang 134 auf 164 zurückgefallen, ähnlich hatte sie in den Jahren 2016, 2017 und 2018 abgeschnitten. Die Medizin-Unis Wien und Graz finden sich wie im Vorjahr in der Ranggruppe 201-250 (ab Platz 200 wird nur mehr in 50-er-Schritten gerankt, ab Platz 400 in 100-er- und ab Platz 601 in 200-er-Gruppen, Anm.). Die im Vorjahr erstmals beim THE-Ranking gereihte Medizin-Uni Innsbruck hat ebenfalls in die Ranggruppe 201-150 aufgeschlossen (Vorjahr: 251-300).

Die Uni Klagenfurt, ebenfalls erst zum zweiten Mal dabei, landet erneut auf den Rängen 301-350. Die Uni Innsbruck ist diesmal in die Ranggruppe 351-400 aufgestiegen (Vorjahr: 401-500), für die TU Wien ging es eine Ranggruppe hinunter (401-500, Vorjahr: 351-400). Die TU Graz wird erneut auf den Rängen 501-600 gelistet, die Uni Linz bleibt auf den Rängen 601-800. Jeweils eine Ranggruppe nach unten ging es für die Uni Graz (601-800) und die Uni Leoben (801-1.000).

Platz eins des THE-Ranking geht bereits zum fünften Mal in Folge an die University of Oxford. Abgesehen von Rang sechs mit der University of Cambridge (Großbritannien) gehen alle weiteren Top-Ten-Plätze an US-Institutionen. Auf Rang zwei wird die Stanford University gelistet, gefolgt von Harvard, dem California Institute of Technology (Caltech) und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT). Rang sieben geht an die University of California, Berkeley, Rang acht an die Yale University, die Princeton University landet auf Platz neun und die University of Chicago auf Platz zehn.

Insgesamt finden sich 59 Unis aus den USA und 29 aus Großbritannien in den Top-200. Deutschland kann 21 und Australien zwölf Top-200-Platzierungen vorweisen, die Niederlande kommen auf elf. Beste kontinentaleuropäische Unis sind die ETH Zürich (Rang 14) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (Rang 32).

Die asiatischen Hochschulen bringen unterdessen die US- und britischen Unis immer stärker unter Druck: mit der chinesischen Tsinghua Universität landet erstmals eine asiatische Uni in den Top-20, die Zahl der chinesischen Unis in den Top-100 hat sich verdoppelt. Das neue Ranking zeige eine "Kräfteverschiebung in der globalen Wissensgesellschaft" von den etablierten Hochschulsystemen im Westen hin zu jenen im Osten, so Phil Baty vom THE. Er geht davon aus, dass dieser Trend durch die Corona-Pandemie noch weiter verstärkt wird, weil vor allem US- und britische Unis durch die Krise eine relevante Zahl talentierter internationaler Studenten und damit gleichzeitig Milliarden an Studiengebühren verlieren könnten.

Für das THE-Ranking 2021 wurden 1.527 Universitäten aus 93 Ländern und Regionen bewertet. Die Rangliste basiert auf 13 Indikatoren aus den Bereichen Forschung, Lehre, Zitierungen, Internationalisierung und Einwerbung von Drittmitteln aus der Wirtschaft. Dafür wurden diesmal u.a. 86 Millionen Zitierungen wissenschaftlicher Veröffentlichungen analysiert und 22.000 Wissenschafter weltweit befragt.

Quelle: Agenturen