Druck aus USA - Mexiko stoppt offenbar Öllieferungen an Kuba
Ob die Exporte wieder aufgenommen würden, ließ sie offen und erklärte lediglich, das werde mitgeteilt werden. Sheinbaum betonte, die Entscheidungen des staatlichen Ölkonzerns Pemex stützten sich auf Verträge oder seien humanitär. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vergangene Woche gemeldet, dass die mexikanische Regierung einen Stopp der Öllieferungen nach Kuba prüfe. Hintergrund seien Befürchtungen, Mexiko könnte wegen der Unterstützung Kubas ins Visier der USA geraten.
In Washington erklärte US-Präsident Trump, "Kuba wird bald fallen" und verwies darauf, dass die Öl- und Geldflüsse aus Venezuela eingestellt worden seien. Trump hatte nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch US-Spezialkräfte am 3. Jänner angekündigt, den Öl- und Geldfluss von Venezuela nach Kuba zu unterbinden.
Venezuela, einst wichtigster Versorger der Insel, hat Schifffahrtsdaten zufolge seit etwa einem Monat kein Öl mehr geliefert. Damit kommt Mexiko eine Schlüsselrolle zu: Pemex exportierte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 19.200 Barrel (je 159 Liter) Rohöl und Ölprodukten pro Tag nach Kuba.
Zusammenfassung
- Mexiko hat auf Druck der USA offenbar seine Öllieferungen an Kuba gestoppt, was Präsidentin Claudia Sheinbaum am Dienstag indirekt bestätigte.
- Pemex exportierte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 täglich rund 19.200 Barrel (je 159 Liter) Rohöl und Ölprodukte nach Kuba, während Venezuela seit etwa einem Monat keine Lieferungen mehr tätigt.
- US-Präsident Trump erklärte, "Kuba wird bald fallen", und verwies darauf, dass nach der Festnahme von Venezuelas Präsident Maduro der Öl- und Geldfluss von Venezuela nach Kuba gestoppt wurde.
