Drohung gegen Israels Botschaften: Behörden sensibilisiert
Der iranische Armeesprecher Abolfazl Shekarchi hatte am Mittwoch mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit gedroht, falls Israel die iranische Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut attackieren sollte. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA sagte der General, in diesem Fall würden die israelischen Botschaften auf der ganzen Welt als "legitime Ziele" gelten. Der Iran verfüge über "sehr große Fähigkeiten". Bisher halte sich sein Land aus internationalen Rücksichten und Erwägungen zurück.
Nach dem von den USA unterstützten Angriff der israelischen Armee im Iran, werde die Situation von den österreichischen Sicherheitsbehörden "intensiv beobachtet", hieß es in der Stellungnahme des Innenministeriums am Donnerstag auf APA-Anfrage weiter. "Aufgrund der nach wie vor volatilen und dynamischen Lage erfolgt eine engmaschige Beobachtung hinsichtlich Auswirkungen auf die innere Sicherheit." Die Sicherheitsbehörden sowie der Verfassungsschutz stünden im engen Austausch mit Sicherheitsbehörden im Ausland.
Ziel sei, durch eine kontinuierliche Lagebeobachtung und Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen sowie der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und gezielten Präventionsstrategien, ein Höchstmaß an Sicherheit für die Menschen in Österreich zu gewährleisten. Seit dem Terrorangriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel gilt in Österreich die Terrorwarnstufe 4 - die zweithöchste Stufe.
Zusammenfassung
- Nach der Drohung des Iran mit Angriffen auf israelische Botschaften weltweit haben österreichische Sicherheitsbehörden lageangepasste Schutzmaßnahmen für betroffene Einrichtungen ergriffen.
- Die Situation wird von den Behörden intensiv beobachtet, insbesondere nach dem von den USA unterstützten israelischen Angriff im Iran, und es besteht ein enger Austausch mit internationalen Partnern.
- Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel gilt in Österreich die Terrorwarnstufe 4, die zweithöchste Stufe, und die Maßnahmen werden laufend an das aktuelle Lagebild angepasst.
