Zwei Verletzte
Iran dementiert Drohnenangriff auf Flughafen in Aserbaidschan
Das Verteidigungsministerium verurteile die von den iranischen Streitkräften ausgeführten Angriffe gegen zivile Infrastruktur auf dem Gebiet Aserbaidschans aufs Schärfste, teilte die Behörde in Baku am Donnerstag mit.
Der Iran dementierte den Angriff.
Flughafengebäude beschädigt
Das Außenministerium Aserbaidschans bestellte den iranischen Botschafter ein. Eine Drohne sei in die Abfertigungshalle des Flughafens eingeschlagen, eine weitere in der Nähe eines Schulgebäudes abgestützt, teilte das Außenministerium in Baku mit.
Es verurteilte die Angriffe, die demnach vom Iran aus gestartet wurden. Zwei Menschen seien verletzt worden, das Flughafengebäude sei beschädigt.
Die Exklave Nachitschewan ist vom Kernland Aserbaidschans im Südkaukasus abgeschnitten - das Gebiet ist von Armenien, dem Iran und der Türkei umgeben. Solche Angriffe dürften sich nicht wiederholen, heißt es in der Mitteilung. Baku behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
NATO-Abwehrsystem am fing ballistische Rakete ab
Aserbaidschans autoritär regierender Präsident Ilham Aliyev hatte noch am Vortag in der iranischen Botschaft nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Khamenei kondoliert.
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Der Staat am Kaspischen Meer hat zuletzt seine Beziehungen zu Israel ausgebaut und pflegt gute Beziehungen zur Türkei. Ein NATO-Abwehrsystem hatte am Mittwoch in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen.
Iran unter Druck: Militärische Kräfte geschwächt, aber nicht besiegt
Zusammenfassung
- Aserbaidschan macht den Iran für Drohnenangriffe in der Exklave Nachitschewan verantwortlich und bereitet laut Verteidigungsministerium Vergeltungsmaßnahmen vor.
- Eine Drohne traf die Abfertigungshalle des Flughafens, eine weitere stürzte nahe einer Schule ab; dabei wurden zwei Menschen verletzt und das Flughafengebäude beschädigt.
- Das Außenministerium bestellte den iranischen Botschafter ein und forderte, dass sich solche Angriffe nicht wiederholen dürfen.
