APA - Austria Presse Agentur

Drei Israelis bei Anschlag im Westjordanland verletzt

02. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Bei einem Anschlag im Norden des Westjordanlands sind am Sonntag drei Israelis verletzt worden, zwei davon nach Angaben von Sanitätern schwer. Nach Angaben der Armee wurde an einer Bushaltestelle südlich der Palästinenserstadt Nablus aus einem Fahrzeug das Feuer auf sie eröffnet. Der oder die Attentäter konnten zunächst entkommen. Am Morgen hatten israelische Soldaten im südlichen Westjordanland auf eine Palästinenserin geschossen, sie starb später im Krankenhaus.

Zu dem Anschlag auf die Wartenden an der Bushaltestelle bekannte sich zunächst niemand. Soldaten feuerten noch auf den Wagen, der jedoch entkommen konnte. Es wurde umgehend eine Fahndung eingeleitet. Die Verletzten, drei Studenten eines Religionsseminars in der Siedlung Itamar, wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer von ihnen soll in Lebensgefahr schweben.

Israelische Soldaten, die nach den Schüssen an der Bushaltestelle das nahegelegene Dorf Beita betraten, wurden nach Armeeangaben von Palästinensern mit Steinen und Brandsätzen beworfen. Daraufhin schossen die Soldaten. Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen wurden dabei drei Menschen schwer verletzt.

Videoaufnahmen von dem Vorfall im südlichen Westjordanland zeigen, wie sich die Frau trotz der mehrmaligen Aufforderung stehenzubleiben mit einem Messer den drei Soldaten näherte. Durch die anschließend abgefeuerten Schüsse wurde sie schwer verletzt. Die aus Bethlehem stammende Frau kam in ein Krankenhaus in Jerusalem, wo sie später starb.

In der Nacht auf Freitag hatte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas die Verschiebung der für den 22. Mai geplanten Wahl in den Palästinensergebieten bekanntgegeben. Seitdem wachsen die Sorgen vor neuer Gewalt. Experten hatten für den Fall eines Aufschubs der Wahl vor großer Frustration unter den Palästinensern gewarnt. Abbas führte den Konflikt mit Israel um Jerusalem für die Verschiebung an. Die islamistische Hamas - zweitgrößte Palästinensergruppe nach der gemäßigteren Fatah von Abbas - kritisierte die Entscheidung. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas die Verschiebung der für den 22. Mai geplanten Wahl in den Palästinensergebieten bekanntgegeben. Seitdem wachsen die Sorgen vor neuer Gewalt. Experten hatten für den Fall eines Aufschubs der Wahl vor großer Frustration unter den Palästinensern gewarnt. Abbas führte den Konflikt mit Israel um Jerusalem für die Verschiebung an. Die islamistische Hamas - zweitgrößte Palästinensergruppe nach der gemäßigteren Fatah von Abbas - kritisierte die Entscheidung.

Quelle: Agenturen