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Doch keine 2G-Regel an WU Wien

17. Feb. 2022 · Lesedauer 3 min

Die Wirtschaftsuniversität (WU) legt ihre Pläne für eine 2G-Pflicht im Sommersemester vorerst auf Eis. Angesichts der weitreichenden Öffnungsschritte ab 5. März und der Ankündigung der Regierung, die Umsetzung der Impfpflicht durch Experten zu evaluieren, wird nun mit der schon bisher gültigen 2,5G-Regel ins Sommersemester gestartet. Die Uni Klagenfurt stellt indes von 2G auf 3G um.

Ursprünglich sollte ab 1. März das Betreten der WU für Studierende und Mitarbeiter nur mehr mit Corona-Impf- oder Genesungsnachweis möglich sein, dafür sollten alle Lehrveranstaltungen und Prüfungen wieder in Präsenz stattfinden. Alternative Angebote für Ungeimpfte waren nicht vorgesehen, nur eine semesterweise Beurlaubung.

Lockerungsschritte geprüft

Die WU als Institution der Wissenschaft befürworte auch weiterhin ausdrücklich die Impfung als wirksames und nachhaltiges Mittel zur Bekämpfung der Pandemie, vor allem mit Blick auf die geringe Impfquote in Österreich und mögliche weitere Mutationen des Corona-Virus bis zum Herbst, hieß es in einer Mitteilung der Uni vom Donnerstag. Uni-intern habe es für die Maßnahme auch breite Unterstützung gegeben. Allerdings brauche die Universität auch Rechts- und Planungssicherheit, so die WU mit Verweis auf die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen und eine mögliche Verzögerung bei der Umsetzung der allgemeinen Impfpflicht.

Umstellungen im Lehrbetrieb während des Semesters seien wegen der Größe der WU allerdings äußerst schwierig, derzeit liefen bereits die Anmeldungen für Lehrveranstaltungen und Prüfungen. "Wir haben daher den Entschluss gefasst, die Einführung der 2G-Regel an der WU vorerst auszusetzen und mit den derzeit gültigen 2,5G in das Sommersemester zu gehen", wird Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger zitiert. Derzeit würden weitere Lockerungsschritte geprüft, die Regelung für das nächste Wintersemester werde zeitgerecht und auf Basis der bis dahin vorliegenden Einschätzungen zur Pandemie-Entwicklung bekanntgeben.

Uni Klagenfurt setzt auf 3G

An der Uni Klagenfurt haben bereits seit Mitte November nur noch Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Impf- oder Genesungszertifikat Zutritt, allerdings wird die Regelung angesichts der allgemeinen Öffnungsschritte nun auch dort evaluiert. Die Lehre im Sommersemester soll weiter in Präsenz stattfinden, wird auf der Uni-Homepage betont. Während der "Präsenz-Einstiegsphase" soll zudem weiter 2G gelten. "Ab frühestens 16. März" soll dann für Studierende bei Präsenzunterricht und Aufenthalt an der Uni auf 3G umgestellt werden.

Für das Sommersemester hatte die Universitätenkonferenz (uniko) zuletzt angekündigt, dass es "in fast allen Bereichen" eine Rückkehr zum Präsenzbetrieb geben soll. In der Frage, ob für den Zugang 3G (Impf-, Genesungs- oder Testzertifikat), 2,5G (geimpft, genesen, PCR-getestet) oder 2G (geimpft, genesen) Voraussetzung ist, wollten die Unis auf unterschiedliche Strategien setzen.

Angesichts der neuen generellen Regelungen könnten den Unis nun aber noch weitreichende Umplanungen bevorstehen: Ab 5. März soll 3G nur noch in vulnerablen Bereichen wie Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäuser Zugangsvoraussetzung sein, zusätzlich dürfte das kostenlose Angebot von Corona-Tests ab April vor dem Aus stehen. Die Unis können ihre Corona-Maßnahmen zwar autonom regeln, orientieren sich aber meist an den allgemein geltenden Vorgaben.

Quelle: Agenturen