Die entschlossene Unentschlossenheit des Sebastian Kurz

15. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Zehn Monate nach seinem Rückzug aus der Politik hat Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz ein Buch über seine Zeit als Politiker geschrieben. Im PULS 24 Interview spricht er über Politik und sein neues Leben. Über Ukraine-Krieg, Trump und Orban ist er erpicht darauf, alles und nichts zu sagen.

Auf die Frage, ob er glaubt, dass Trump, als einzige Person sich mit Russland einigen könnte, wie es Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban behauptete, meint Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz: "Das habe ich nicht mitgekriegt." Auf Nachfrage von PULS 24 Anchor Thomas Mohr, wie er denn dazu stehe, nachdem er die Aussage Orbans nun kenne, meint Kurz: "Die Frage habe ich mir ehrlicherweise noch nie gestellt."

Auf Mohrs Insistieren, was er denn jetzt darauf sage, meint Kurz: "Ich verstehe nicht, was ihre Frage ist." Allgemein glaube er, dass "weder die USA, noch andere europäische Länder" eine Chance hätten, Russland zu erreichen. Er glaubt den größten Einfluss haben Länder wie China, Indien oder einige arabische Länder, die noch eine "intakte Gesprächsbasis" mit Russland hätten.

Putin überschreitet "alle roten Linien"

Beim Ukraine-Krieg glaubt Kurz, dass "alle roten Linien von Wladimir Putin überschritten worden" seien. Er hoffe allerdings trotzdem, dass Putin "die letzte rote Linie", die es in Form von Atomwaffeneinsatz dann doch noch gibt, nicht überschreiten werde.

Es wäre sein ultimativer Wunsch, dass es der Ukraine gelingt sich zu "verteidigen und siegreich zu sein". Nach seinen zahlreichen Gesprächen mit Putin - wie Kurz betont - schätzt er den russischen Machthaber als "sehr skrupellos ein", der "eine Niederlage schlicht und ergreifend nicht akzeptieren würde". Gleichzeitig hoffe er auf Deeskalation und Verhandlungen.

Quelle: Redaktion / ddj