Dänen wählen neues Parlament - Bleibt Frederiksen?
Die Wahl findet zwar mitten im Konflikt mit den USA um Grönland statt. Im stark fragmentierten Wahlkampf stand allerdings nicht die Zukunft der Arktisinsel im Mittelpunkt. Stattdessen stritten die Parteien etwa über Lebensmittel- und Benzinpreise und die Zukunft der Landwirtschaft. Sauberes Trinkwasser und Schweinezucht standen weitaus stärker im Fokus als sicherheitspolitische Themen. Rechtspopulisten versuchten mit Rufen nach einer noch härteren Ausländerpolitik zu punkten.
Rund 4,3 Millionen Däninnen und Dänen sind aufgerufen, zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr ihre Stimme abzugeben. Frederiksen will ihre Landsleute in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage als gute Krisenmanagerin überzeugen. Mit Poulsen hat sie bisher in der von ihr geführten Regierung aus drei Parteien der Mitte zusammengearbeitet. In Umfragen sieht es aber nicht danach aus, als hätte diese nach der Wahl eine Zukunft.
Gleichzeitig erreichen voraussichtlich weder der links-grüne noch der bürgerlich-konservative Block eine Mehrheit von 90 der 179 Sitze im Parlament. Deshalb könnte der Ex-Regierungschef und aktuelle Außenminister Lars Løkke Rasmussen mit seiner Mitte-Partei Moderaterne erneut den Joker spielen.
Das Endergebnis könnte im Laufe der Wahlnacht feststehen.
Zusammenfassung
- In Dänemark sind am Dienstag rund 4,3 Millionen Menschen aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen.
- Im Mittelpunkt des Wahlkampfs standen vor allem Lebensmittelpreise, Landwirtschaft und Trinkwasser, während sicherheitspolitische Themen und der Konflikt mit den USA um Grönland kaum eine Rolle spielten.
- Umfragen deuten darauf hin, dass weder der links-grüne noch der bürgerlich-konservative Block eine Mehrheit der 90 von 179 Sitzen erreichen wird, sodass die Partei Moderaterne von Ex-Regierungschef Lars Løkke Rasmussen entscheidend werden könnte.
