Corona-Krisengipfel berät am Freitag weitere Verschärfungen

04. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Angesichts der eskalierenden Infektionszahlen berät die Regierung am Freitagabend mit den Landeshauptleuten über weitere Verschärfungen.

Spekuliert wurde im Vorfeld, dass der Bund darauf drängen könnte, die im "Stufenplan" vorgesehenen Verschärfungen vorzuziehen. Gesundheitsministerium und Kanzleramt wollten das am Donnerstag nicht bestätigten. Allerdings dürfte die steigende Auslastung der Intensivstationen ohnehin Fakten schaffen.

Von Stufe 1 auf 3

Eigentlich sollte am kommenden Montag erst der zweite von insgesamt fünf Verschärfungs-Schritten im "Stufenplan" der Regierung schlagend werden. Dann würden "Wohnzimmertests", also selbst durchgeführte Antigentests, nicht mehr als 3G-Nachweis akzeptiert. Und zu Veranstaltungen mit über 500 Personen ohne fixen Sitzplatz hätten Ungeimpfte keinen Zutritt mehr, ebenso wenig zur Nachtgastronomie.

In Oberösterreich wurden Verschärfungen schon am Donnerstag verkündet. Sollten die Bundes-Regeln allerdings schärfer sein als die dort eingeführten, würden diese Übernommen, so Landeshauptmann Stelzer. 

Stufe 4: Einschränkungen für Ungeimpfte

Tatsächlich dürfte die Realität die Pläne der Regierung aber überrollen. Denn das Prognosekonsortium erwartet für Montag 400 Corona-Patienten in den Intensivstationen. Damit tritt automatisch die 3. Stufe in Kraft, mit der alle Antigentests ihre Gültigkeit verlieren ("2,5G-Regel") . Ab 500 Intensivpatienten würde dann die 4. Verschärfungsstufe schlagend. Ab dieser Stufe hätten Ungeimpfte keinen Zutritt mehr zu Gastronomie, Hotels, Veranstaltungen und Freizeiteinrichtungen. Dann wäre ein Viertel aller in Österreich verfügbaren Intensivbetten mit Corona-Infizierten belegt.

Testpflicht für Geimpfte und Genesene?

Angesichts der zunehmenden Zahl an Impfdurchbrüchen wird allerdings auch zunehmend über eine zusätzliche Testpflicht für Geimpfte und Genesene diskutiert. So müssen Besucher in Wiener Krankenhäusern mittlerweile einen gültigen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf - und zwar auch wenn sie geimpft sind.

Was Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) den Ländern am Freitag vorschlagen wird, ist noch offen. Seine Sprecherin meinte auf APA-Anfrage vorerst nur, man werde sich am bundesweiten Stufenplan orientieren. Dort werde die Richtung vorgegeben. Bezüglich der Impfdurchbrüche verwies die Sprecherin einmal mehr auf die Bedeutung der Auffrischungs-Impfungen.

Quelle: Agenturen