APA - Austria Presse Agentur

Bundesheer will digitale Kompetenz schärfen

01. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Das Bundesheer will seine digitale Kompetenz stärken. Zu diesem Zweck haben das Verteidigungs- und das Wirtschaftsministerium eine Kooperation mit dem Verein fit4internet ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt, mit dem die digitale Kompetenz von Grundwehrdienern überprüft wird, wurde am Dienstag von den zuständigen Ministerinnen Klaudia Tanner und Margarete Schramböck (beide ÖVP) vorgestellt.

Das Bundesheer will seine digitale Kompetenz stärken. Zu diesem Zweck haben das Verteidigungs- und das Wirtschaftsministerium eine Kooperation mit dem Verein fit4internet ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt, mit dem die digitale Kompetenz von Grundwehrdienern überprüft wird, wurde am Dienstag von den zuständigen Ministerinnen Klaudia Tanner und Margarete Schramböck (beide ÖVP) vorgestellt.

Der Test wird im Rahmen der Stellung angeboten. "Die Teilnahme ist freiwillig", wie Tanner bei einem Pressegespräch erklärte. Die Ergebnisse würden in der Masse anonymisiert ausgewertet. Lediglich der jeweilige Rekrut erhalte sein Einzelergebnis und auf Basis dessen ein individuelles Trainingsprogramm. Dieses Angebot soll den Grundwehrdienst attraktiver gestalten. Zugleich verwies Tanner auf die "unzähligen" Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten im Rahmen des Grundwehrdienstes, etwa als Cyber-Gehilfe bei der Truppe, Programmierer, IKT-Sicherheitsexperte, Netzwerktechniker oder im Cyber Dokumentations- und Forschungszentrum. "Wir brauchen ein modernes und weiterentwickeltes Bundesheer, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können", so Tanner.

In einem weiteren Schritt kann sich die Verteidigungsministerin auch die Ausweitung des Projekts auf Miliz und Kadersoldaten vorstellen. Wichtig sei aber jetzt einmal bei denjenigen zu beginnen, die die künftige Basis darstellen, so Tanner. Die Stellung sei daher der Richtige Zeitpunkt, diesen Test durchzuführen.

Schramböck betonte, dass die Coronakrise gezeigt habe: "Digitalisierung geht uns alle an". Daher freue sie sich besonders über die Kooperation mit dem Verteidigungsministerium. "Die Digitalisierung des Heeres beginnt nicht irgendwann, sondern jetzt." Zudem werde damit die Resilienz des Wirtschaftsstandortes insgesamt erhöht. Sie hoffe, dass so viele Rekruten wie möglich diesen Test nutzen. Der digitale Kompetenz-Check wurde im Mai des vergangenen Jahres ins Leben gerufen. Seitdem absolvierten diesen laut Schramböck 17.000 Österreicher.

Auch der Milizbeauftragte Erwin Hameseder lobte das Projekt, schließlich könnten die Rekruten nicht früh genug sensibilisiert werden. Neben Lesen, Rechnen und Schreiben bilde die digitale Kompetenz die vierte Grundfertigkeit. "Diese müssen wir auf allen Ebenen fördern", so Hameseder, der in diesem Zusammenhang auch die Potenziale, die bei der Miliz "schlummern", ins Treffen führte. "Diese müssen wir heben und nutzbringend abrufen", meinte der Milizbeauftragte in Richtung Tanner.

Quelle: Agenturen