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Healey mahnt in Dänemark zu Geschlossenheit gegen Moskau

21. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Der britische Verteidigungsminister John Healey hat angesichts der russischen Bedrohung zum Zusammenhalt aufgerufen. "Wir dürfen nie vergessen, wer unsere Gegner sind und wer unsere Verbündeten bleiben", sagte der Minister nach einem Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen Troels Lund Poulsen in Kopenhagen. Ein sicheres Europa erfordere eine starke Ukraine, fügte er mit Blick auf den nun bereits seit fast vier Jahren laufenden russischen Angriffskrieg in der Ukraine hinzu.

"Es sind russische Angriffe, die in der Ukraine eskalieren. Es sind russische Aktivitäten, die im hohen Norden zunehmen. Und es ist die russische Rücksichtslosigkeit, die die NATO auf die Probe stellt", sagte Healey weiter. Großbritannien und Dänemark setzten sich gemeinsam für die von ihm erwähnte "starke Ukraine" ein, sagte Healey.

Lund Poulsen betonte die verstärkte Sicherheitszusammenarbeit der beiden Länder und der NATO in der Ostsee und der Arktis. Man sei sich einig, dass der Sicherheit im hohen Norden eine größere Priorität eingeräumt werden müsse als bisher - auch im Rahmen einer stärkeren NATO-Präsenz.

Für dieses Jahr seien weitere Übungen in Grönland geplant, sagte Lund Poulsen. Dazu seien auch die Amerikaner eingeladen. "Wir haben die USA über unsere Initiativen in Grönland informiert und werden im Laufe des Jahres hoffentlich auch eine amerikanische Teilnahme sehen", sagte der Verteidigungsminister. Bisher hätten die USA noch nicht zugesagt.

US-Präsident Donald Trump hatte seine Ansprüche auf das zu Dänemark gehörende Grönland beim Weltwirtschaftsforum in Davos wiederholt. Auf die Anwendung von Gewalt will er aber verzichten - und nach neuesten Angaben auch auf die ab 1. Februar angedachten US-Strafzölle. "Diplomatie ist der richtige Weg", kommentierte Healey. "Der richtige Ansatz für Grönland ist ein ruhiger Ansatz, ein Ansatz der Diskussion unter Verbündeten, und ich betrachte Präsident Trumps Rede heute als Teil der notwendigen Schritte, die wir unternehmen."

Zusammenfassung
  • US-Präsident Trump verzichtet laut Healey auf die ab 1. Februar geplanten US-Strafzölle und setzt im Umgang mit Grönland auf Diplomatie und einen diskussionsbasierten Ansatz unter Verbündeten.