APA - Austria Presse Agentur

Bildung: SPÖ will Ausbau der Ganztagesbetreuung

17. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Die bekannt gewordenen Chats, wonach Sebastian Kurz (ÖVP) dereinst aus strategischen Gründen eine Einigung zum Ausbau der Nachmittagsbetreuung torpediert haben dürfte, haben dieses Thema wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt.

Die SPÖ rückt daher aus, eine Verbesserung des Status quo zu verlangen. Konkret will Bildungssprecherin Petra Vorderwinkler einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung.

Was sie im Budgetentwurf von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) liest, missfällt ihr. Bei den Mitteln für den Ausbau der ganztägigen Schulen bleibe nämlich alles beim "Alten". Die Quasi-Halbierung der Förderung der Mittel durch eine Streckung der Periode führe dazu, dass die Ziele auf den auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben würden. Auch beim Ausbau der Kinderbetreuung finde sich kein einziger zusätzlicher Cent im Budgetentwurf.

Dabei lägen die Vorteile ganztägiger Betreuung auf der Hand. Es gebe bessere Leistungen und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Wir könnten längst eine Schule haben, in die ein Kind ohne Schultasche kommen kann und die es ohne Hausübung wieder verlässt, weil die gesamte Bildung Sache der Schule und nicht der Möglichkeiten und Zeit der Eltern ist", meint Vorderwinkler.

NEOS pochen auf Nachbesserung im Budget

Flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung im Kindergarten samt Rechtsanspruch auf Betreuung ab dem ersten Geburtstag verlangte auch NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. "All das hätte man mit den 1,2 Milliarden Euro, die Sebastian Kurz und seine ÖVP verhindert haben, längst ändern können", pochte sie "dringend" auf Nachbesserung im Budget. "Wenn der Wille da ist, sind ja auch die Milliarden da, wie wir aus den unrühmlichen türkisen Akten wissen", verwies sie auf die ÖVP-Chats.

Quelle: Agenturen / koa