APA/ROLAND SCHLAGER

Babler will nichts "auspackeln", sondern ein "klares Mandat"

Im Streit um die SPÖ-Spitze will Andreas Babler "ein klares Ergebnis", dass er weiterhin in einer Stichwahl sieht - obwohl sich der Parteivorstand am Dienstag bereits auf eine Kampfabstimmung festgelegt hat.

Babler will nicht länger über "Gräben" und "Befindlichkeiten" sprechen, sondern will mit einer "inhaltlichen Kante" die Sozialdemokratie "wieder nach vorne bringen", sagte er im Ö1-"Morgenjournal". Obwohl der Machtkampf der Sozialdemokraten "nicht mehr rational" sei, wie Politikberater Thomas Hofer im Newsroom LIVE sagte, sieht Babler hingegen einen "positiven Prozess" in der SPÖ. 

Die Entscheidung zu einer Kampfabstimmung ist zwar bereits gefallen, Babler setzt sich aber weiter für eine erneute Befragung der Mitglieder ein. Damit werde ein "klares Mandat" an den Vorsitzenden erteilt. Ebenso wolle er mit Doskozil nichts "auspackeln", das sei ohnehin ein Problem der Partei. Genauso wie der Fokus darauf, "wie man persönliche Verwundungen in den Griff kriegt". 

"Alternative zu diesen Querschüssen"

Hier sieht sich Babler klar im Vorteil gegen seinen Kontrahenten aus dem Burgenland. "Ich hab überhaupt keine persönlichen Verwundungen, ich bin nicht Teil dieses Streits". Seine Bewegung punkte mit "authentischer Sprache" und sei aus "keinem der beiden Lager" von Doskozil und Rendi-Wagner. Deshalb sei Andreas Babler als Parteichef gar "ein Zeichen gegen diese Spaltung", wie er selbst sagt. 

Selbst bei einer knappen Niederlage würde es von ihm keine Querschüsse gegen die eigene Parteispitze geben, wie in den letzten Jahren vermehrt von Doskozil praktiziert. Ganz im Gegenteil: Er sei "eine Alternative zu diesen Querschüssen". 

 

ribbon Zusammenfassung
  • Im Streit um die SPÖ-Spitze will Andreas Babler "ein klares Ergebnis", dass er weiterhin in einer Stichwahl sieht - obwohl sich der Parteivorstand am Dienstag bereits auf eine Kampfabstimmung festgelegt hat.
  • Obwohl die Entscheidung zu einer Kampfabstimmung bereits gefallen ist, setzt sich Babler weiter für eine erneute Befragung der Mitglieder ein. Damit werde ein "klares Mandat" an den Vorsitzenden erteilt.