APA - Austria Presse Agentur

Aufregung um 3G-Pflicht beim AMS

22. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Arbeitslose sollen in Zukunft eines der 3Gs – geimpft, getestet oder genesen – vorweisen, um an einem Termin teilnehmen zu können. Diese Regelung sorgt allerdings nun für Aufregung. In einer Aussendung spricht die FPÖ von einem Skandal.

Nach Pfingsten sollen Arbeitslose nurmehr geimpft, getestet oder genesen zu einem Termin ins AMS kommen. Diese Bitte sendete AMS-Vorstand Johannes Kopf am Freitag über Twitter aus. Damit sorgte Kopf für Aufregung. Laut einer FPÖ-Aussendung unterwerfe sich das Arbeitsmarktservice "dem 3G-Regime".

FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch sei dieses Vorgehen "ein Skandal". In der Aussendung fordert sie den AMS-Chef auf, diese Vorgabe zurückzuziehen. Man solle "wenigstens eine kostenlose Testmöglichkeit in den AMS-Stellen anbieten", heißt es dazu in dem Schreiben.

"Dem Langzeit-AMS-Chef ist es offenbar wichtiger, beim Kanzler Punkte zu sammeln, als sich Konzepte zu überlegen, um die Rekordarbeitslosigkeit in unserem Land zu senken", kritisierte Belakowitsch Kopfs Vorgehen. Man dürfe keinesfalls jemanden die Teilnahme zur AMS-Schulung verwehren, betont die Nationalratsabgeordnete. "Wer Termine beim AMS versäumt, dem droht die Gefahr, dass finanzielle Unterstützungsleistungen gestrichen werden. So weit darf es nicht kommen. Nicht jeder Klient hat die Möglichkeit, sich vor einem Besuch am Arbeitsamt testen zu lassen", erklärt die FPÖ-Sozialsprecherin in der Aussendung ihren Standpunkt.

Das AMS erklärte indes. Dass kein Niemand ohne einen Nachweis die Teilnahme am AMS-Kurs verweigert werde, heißt es in einem Artikel des "Kuriers". Man werde Betroffene jedoch auffordern, beim nächsten Termin, eine Bestätigung mitzubringen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea