APA - Austria Presse Agentur

Van der Bellen appelliert für Aufnahme von Flüchtlingen

24. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Bundespräsident Alexander Van der Bellen rief am Heiligen Abend dazu auf, Flüchtlinge aus den griechischen Lagern aufzunehmen. Auch Kardinal Christoph Schönborn sprach sich erneut dafür aus.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kardinal Christoph Schönborn haben am Heiligen Abend ihren Appell zur Aufnahme von Flüchtlingen aus den griechischen Lagern eindringlich bekräftigt. In der "ORF"-Sendung "Licht ins Dunkel" riefen das Staatsoberhaupt und der Wiener Erzbischof zu "erster Hilfe" bzw. zu "Menschlichkeit" auf. Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) betonte, dass Jesus Christus dazu aufrufen würde zu helfen.

Van der Bellen: Zeichen für Kinder setzen

In den griechischen Lagern herrsche eine derartige Notsituation, "die nach erster Hilfe ruft", sagte Van der Bellen. Er rief dazu auf, vor allem für Kinder jetzt ein Zeichen zu setzen und erinnerte daran, dass diese "im Dreck hausen" und die Zustände für Europa unwürdig seien. Die Lösung der großen Fragen, wie der Migrationspolitik, würde Wochen und Monate dauern, deshalb müsse man jetzt etwas tun.

Schönborn sagte zu den Flüchtlingen in den griechischen Camps, "das Schlimme" sei, dass diese Menschen "Teil eines politischen Spiels" geworden seien. Er verstehe, dass sich die Regierung schwer tue, aber die Politik dürfe nicht das letzte Wort haben, sondern "die Menschlichkeit".

Ein Aufruf zur Hilfe für Geflüchtete in den griechischen Lagern kam auch vom Wiener Bürgermeister. Auch Ludwig erinnerte daran, dass die Menschen und auch Kinder dort unter ganz furchtbaren Umständen leben. Ludwig betonte, dass Weihnachten das Fest des Friedens und der Familie sei und sagte, dass Jesus Christus dazu aufrufen würde zu helfen.

Aufruf zu Optimismus

Die Österreicher rief der Bundespräsident zu Optimismus auf. Mit Mut und Zuversicht komme man besser durchs Leben. Das sehe man auch bei der Corona-Pandemie ganz gut. Man habe gelernt mit Masken und ohne Handschlag zu leben. Früher als zunächst erwartet gebe es nun aber schon einen Impfstoff. Das zeige, es passieren Dinge, die einen mit Zuversicht erfüllen, meinte Van der Bellen.

Quelle: Agenturen