Anschober: "Öffnen bei rund 700 bis 800 Neuinfektionen pro Tag"

25. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) verteidigt im PULS 24 Interview die Impfstrategie der Regierung und legt Zahlen für ein Ende des Lockdowns fest.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober legt sich im PULS 24 Interview fest, dass es bei 700 bis 800 Neuinfektionen pro Tag und einer 7-Tages-Inzidenz weit unter 100 zu einem Ende des Lockdowns kommen wird. "Der Reproduktionsfaktor soll dabei bei unter 0,9 liegen", sagt der Gesundheitsminister.

Die neuen Maßnahmen, wie die FFP2-Masken-Pflicht und der zwei Meter Abstand sieht Anschober als gute Maßnahme, um diese Ziele zu erreichen.

AstraZeneca-Zulassung noch diese Woche

Im Interview mit PULS 24 Anchorwoman Alexandra Wachter sagt Anschober darüber hinaus, dass er noch diese Woche mit einer Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) rechnet - die EMA selbst gab bereits nach der Beantragung der Zulassung vor etwa zwei Wochen an, bis zum 29. Jänner eine Entscheidung zu treffen.

Gesundheitsminister Anschober im PULS 24 Interview zu der Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffs.

Zuvor hatte Anschober angekündigt, dass Österreich noch im Februar insgesamt 343.547 Impfdosen des AstraZeneca-Impfstoffes erhalten soll. Der Impfstoff soll in drei Tranchen nach Österreich geliefert werden: Am 7. Februar 63.354, am 17. Februar 97.763 und Ende Februar 182.430 Dosen. Insgesamt kommen im Februar "also 343.547 Dosen Impfstoff von AstraZeneca nach Österreich", hieß es.

Regierung und Landeschefs ermitteln Lockdown-Status-quo in den Ländern 

Am heutigen Montag will die Regierung mit den Landeshauptleuten analysieren, wie gut der Lockdown regional von der Bevölkerung umgesetzt wird. Anschober sieht hier auch Schwächen, "die es zu analysieren gilt", so der Gesundheitsminister. "Dazu gehört auch festzustellen, ob es in Skigebieten zu einer erhöhten Anzahl von Infektionen gekommen ist." 

Anschober verteidigt zudem die heimische Impfstrategie, räumt aber ein, dass innerhalb der Bevölkerung noch großer Informationsbedarf besteht.

Quelle: Redaktion / lam