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ANC berät über Zukunft von Südafrikas Präsident Ramaphosa

01. Dez. 2022 · Lesedauer 1 min

In Südafrika kommt die Führungsspitze der Regierungspartei ANC am Freitag (10.00 Uhr MEZ) zu einem Krisentreffen zusammen. Dabei geht es um Vorwürfe der Geldwäsche gegen den seit 2018 amtierenden Präsidenten Cyril Ramaphosa, der auch Parteichef des ANC (African National Congress) ist. Der 70-Jährige steht schwer unter Druck. Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss kam am Mittwoch zum Schluss, dass Ramaphosa gegen ein Anti-Korruptions-Gesetz sowie die Verfassung verstoßen hat.

Inzwischen wird offen über seinen Rücktritt spekuliert. Ramaphosa wäre nach Jacob Zuma der zweite Präsident in Folge aus den Reihen des ANC, der sein Amt wegen eines Korruptionsskandals niederlegen müsste. Der ANC ist in Südafrika seit dem Ende des Apartheidregimes an der Regierung. Hintergrund der Vorwürfe gegen den amtierenden Präsidenten ist ein Raubüberfall, bei dem 2020 angeblich vier Millionen US-Dollar von der privaten Viehzuchtfarm des Präsidenten gestohlen wurden. Ramaphosa hatte den Überfall gemeldet, nicht aber das Verschwinden des Bargeldes.

Quelle: Agenturen