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Aktivisten: Elf Tote bei israelischen Angriffen in Syrien

09. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Bei israelischen Luftangriffen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten in der Nacht auf Mittwoch mindestens elf Kämpfer der syrischen Regierungstruppen getötet worden. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden in der Provinz Homs mindestens sieben Soldaten der syrischen Armee und drei Kämpfer einer verbündeten Miliz getötet. Angegriffen wurden demnach auch die Provinzen Hama und Latakia sowie die Hauptstadt Damaskus.

Nach Angaben des Leiters der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, handelt es sich bei den Opfern um syrische Staatsbürger. Zudem seien mehrere Menschen verletzt worden. Die Angriffe zielten laut Informationen der Beobachtungsstelle auf Stellungen der syrischen Luftwaffe in einem Dorf am Stadtrand von Homs sowie ein Waffendepot, von dem angenommen wird, dass es der libanesischen Hisbollah-Miliz gehört.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete "Explosionen in Damaskus", machte aber keine Angaben zu möglichen Opfer. Die israelischen Streitkräfte griffen demnach vom libanesischen Luftraum aus an. Zum Schutz sei die syrische Luftabwehr aktiviert worden. Israels Armee, die nur selten Luftangriffe in Syrien bestätigt, wollte sich nicht zu den Berichten über die Angriffe äußern.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Seit Beginn des Syrien-Krieges vor zehn Jahren hat Israel wiederholt Ziele in Syrien beschossen. Vielfach galten die Angriffe auch Stellungen iranischer Kämpfer oder der libanesischen Hisbollah. Iran ist ein wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers Bashar al-Assad. Israel will verhindern, dass sich sein Erzfeind in Syrien festsetzt.

Quelle: Agenturen