APA - Austria Presse Agentur

Ab Montag gilt wieder österreichweit Maskenpflicht

11. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Nachdem in den vergangenen Tagen jeweils mehr als 500 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet wurden, führt die Bundesregierung wieder österreichweit die Maskenpflicht in Handel, Gastronomie und Ämtern ein.

Nachdem in den vergangenen Tagen jeweils mehr als 500 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet wurden, führt die Bundesregierung wieder österreichweit die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen ein. Davon betroffen sind neben Ämtern und öffentlichen Gebäuden auch der Handel - Lebensmittel- wie Einzelhandel - und die Gastronomie. Auch in sämtlichen Schulen gilt außerhalb der Klassenräume Maskenpflicht. Das gab die Bundesregierung bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt.

Des weiteren werden Großveranstaltungen auf maximal 3.000 Personen im Freien sowie maximal 1.500 Personen im Inneren beschränkt. Bei Indoor-Veranstaltungen ohne zugewiesene Plätze gilt eine Beschränkung von 50 Personen, bei Outdoor-Veranstaltungen von 100 Personen.

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Diese Corona-Maßnahmen gelten ab Montag

"Es wird wieder ernst"

Die Verschärfungen sollen eine zweite Corona-Ansteckungswelle verhindern, die sich in den vergangenen Wochen mit steigenden Infektionszahlen wieder angedeutet habe. "Es wird wieder ernst", warnte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag. "Der Herbst wird wieder herausfordernd", sagte Kurz.

Mit der zweiten Schaltung der Corona-Ampel wurden am Freitag bereits sieben Regionen in Österreich auf "Gelb" geschaltet. Betroffen von "Gelb" - das bedeutet mittleres Risiko - sind Wien, Graz, Innsbruck, Korneuburg, Wiener Neustadt, Bezirk-Kufstein und Schwaz in Tirol.

Ist die Verschärfung der Corona-Maßnahmen sinnvoll?

Norbert Nowotny, Virologe der Vetmeduni Wien, analysiert im Talk mit PULS 24 Moderatorin Bianca Ambros die verschärften Corona-Maßnahmen der Regierung und die allgemeine Corona-Lage.

Polit-Streit  um Ampel-Schaltung

Der Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab Montag waren zuvor bereits Forderungen der Wiener Stadtregierung nach strengeren Corona-Maßnahmen vorausgegangen.

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte sich zunächst von der Ampel-Einstufung Wiens auf "Gelb" noch wenig begeistert gezeigt. Gleichzeitig forderten sowohl Ludwig als auch Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bundsweit strengere Maßnahmen wie eine allgemeine Maskenpflicht. Wien würde derartige Maßnahmen gerne umsetzen, habe aber nicht die rechtliche Handhabe dafür, da dies Bundeskompetenz sei.

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PULS 24 Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner analysiert im Gespräch mit Moderatorin Bianca Ambros die neuen, verschärften Corona-Maßnahmen in Wien.

Quelle: Redaktion / hos