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30 Tonnen Kriegsmaterial 2021 entsorgt

30. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Entminungsdienst des Bundesheeres hat im Vorjahr bei Hunderten Einsätzen auf dem Land und im Wasser knapp 30 Tonnen Kriegsmaterial geborgen, entschärft und entsorgt. Darunter waren unter anderem 500 Kilogramm schwere Fliegerbomben, Handgranaten, Panzerfäuste und Panzerminen, wie auch Anti-Personen-Minen aller Art und 87 Kilogramm Sprengstoff. Alleine in Niederösterreich gab es 650 Einsätze, in der Steiermark waren es 161 und in Oberösterreich 129.

Bei den Taucheinsätzen wurden knapp 2.500 Kilogramm Kriegsmaterial geborgen, geht aus der Einsatzbilanz des Vorjahres, die der APA vorliegt, hervor. Und auch 100 Jahre nach Beendigung des 1. Weltkrieges wurde im Hochgebirge des österreichisch/italienischen Grenzgebietes noch 85 Kilogramm hochgefährliche Munition geborgen und entschärft. Grundsätzlich wird der Großteil des geborgenen Kriegsmaterials allerdings auf den Sprengplätzen der Truppenübungsplätze Allentsteig und Großmittel kontrolliert gesprengt.

Ein Teil wird im Brennofen ausgeglüht und der Munitionsschrott der Wiederverwertung zugeführt. 36-mal war jedoch ein Transport aus Sicherheitsgründen nicht möglich und die Kriegsrelikte mussten vor Ort gesprengt werden.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) bedankte sich anlässlich der Publikation der Einsatzbilanz bei den Soldaten des Entminungsdiensts für deren teils sehr gefährliche Arbeit. "Mein Dank gilt allen Angehörigen des Entminungsdienstes für ihre rasche und sichere Bergung und Entsorgung von Kriegsmaterial. Diese Einsätze finden teilweise unter gefährlichen Bedingungen unter Einsatz der eigenen Gesundheit zum Wohle der Bevölkerung statt. Der Entminungsdienst ist eine unverzichtbare Einrichtung des Bundesheeres, der auch in den kommenden Jahren seine Arbeit in gewohnt professioneller Weise fortsetzen wird."

Quelle: Agenturen