18 syrische Soldaten durch Bombe getötet

13. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Bei Angriffen in Syrien sind Dutzende Menschen getötet worden. Bei der Explosion einer Bombe nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus starben mindestens 18 Soldaten an Bord eines Busses, wie die Staatsagentur Sana am Donnerstag meldete. Bei einem Angriff der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der Region Dair as-Saur im Osten des Landes wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zudem drei Zivilisten, neun Soldaten sowie drei IS-Kämpfer getötet.

Bei dem Angriff in der Nähe von Damaskus seien auch 27 Angehörige der Armee verletzt worden, meldete Sana. Der Sprengsatz explodierte demnach westlich der Hauptstadt an einer Schnellstraße. Er sei aus der Ferne gezündet worden, hieß es aus Armeekreisen. Bei den Opfern soll es sich um Soldaten einer Eliteeinheit handeln, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Sie sitzt in England, beruft sich aber auf Informanten in Syrien.

Es war zunächst unklar, wer für die Explosion verantwortlich ist. Sana sprach von einem "terroristischen" Angriff. Der IS hat in der Vergangenheit immer wieder Angriffe auf Regierungskräfte und deren Verbündete verübt.

Der IS-Angriff in Dair as-Saur galt nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte ebenfalls Stellungen der Regierung. Im Anschluss sei es zu heftigen Zusammenstößen zwischen beiden Gruppen gekommen. Ein Zivilist schwebe wegen schwerer Verletzungen durch den Beschuss noch in Lebensgefahr. Er und die drei getöteten Zivilisten seien Arbeiter, die zum Zeitpunkt des Angriffs am Mittwochabend Gemüse und Vieh transportiert hätten.

Der IS hatte zwar vor mehr als drei Jahren seine letzte Hochburg in Syrien verloren, IS-Zellen sind aber weiter in dem Bürgerkriegsland aktiv.

Quelle: Agenturen