15-Jährige bei russischem Angriff in der Ukraine getötet
Ein ukrainischer Drohnenangriff löste indes in der südrussischen Region Krasnodar Behördenangaben zufolge ein Feuer in einem Öldepot aus. Getroffen wurde nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes SBU die Öl-Pumpstation Tichorezk. Sie zählt zu den größten Öl-Umschlagplätzen im Süden Russlands und verfügt über ein großes Öl-Depot. Verletzt wurde niemand, so der regionale Krisenstab. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem, die Luftabwehr habe in der Nacht 80 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört.
Russland warf der Ukraine auch vor, eine Gas-Verdichterstation des Konzerns Gazprom angegriffen zu haben. Die Anlage ist Teil der Pipeline TurkStream, durch die Gas nach Europa transportiert werde. Der Angriff sei rücksichtslos, erklärte die Regierung in Moskau. Es seien aber keine Schäden entstanden. Gazprom bestätigte nächtliche Luftangriffe auf seine Verdichterstationen Russkaja und Beregowaja. Die Attacken seien abgewehrt worden.
Die USA bemühen sich seit Monaten, die Ukraine und Russland zum Abschluss eines Waffenruhe-Abkommens zu bewegen. Eine geplante dritte Runde direkter Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern fand jedoch wegen des Beginns des Iran-Kriegs vorerst nicht statt.
Zusammenfassung
- Bei einem russischen Angriff nahe Tschernihiw im Norden der Ukraine wurde eine 15-Jährige getötet und ihre Eltern verletzt, zudem wurden zwei Wohnhäuser beschädigt.
- Ein ukrainischer Drohnenangriff löste in der südrussischen Region Krasnodar ein Feuer in einem großen Öldepot aus, das zur Öl-Pumpstation Tichorezk gehört; verletzt wurde niemand.
- Das russische Verteidigungsministerium meldet, in der Nacht seien 80 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört worden.
