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1.000 Teilnehmer

Wien: Demonstration zur "Unterstützung der Revolution im Iran"

Heute, 17:33 · Lesedauer 3 min

Am Sonntag startete in Wien die Demonstration zur "Unterstützung der Revolution im Iran", bei der laut Landespolizeidirektion 1.000 Teilnehmer:innen zum Auftakt am Heldenplatz gemeldet wurden.

Geplant war dann, über die Löwelstraße in Richtung Boltzmanngasse-Strudlhofgasse in den Bezirk Alsergrund zu marschieren, wo sich die Botschaft der USA befindet. Die Dauer der Veranstaltung war von 13.15 Uhr bis gegen 16.30 Uhr angesetzt.

Tatsächlich waren einen Tag nach dem Tod von Ayatollah Ali Khamenei und den Angriffen auf den Iran aber mit mindestens 2.000 Personen mehr als doppelt so viele Teilnehmende erschienen, so die Schätzung eines Anwesenden gegenüber der APA.

Zahlreiche grün-weiß-rote Flaggen mit dem Löwen-Sonne-Symbol der iranischen Monarchie, aber auch Flaggen der USA, Israels und Österreichs waren zu sehen. Ebenso wurden Bilder des Sohns des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, hochgehalten. Pahlavi hat sich als möglicher Interimsführer ins Gespräch gebracht und lebt in den USA.

Neben dieser großen Demonstration waren am Sonntag auch weitere, kleinere Kundgebungen angesetzt, hieß es von der Wiener Polizei. Die Hauptveranstaltung sei jedenfalls "friedlich und ruhig" verlaufen, hieß es von Polizeisprecher Philipp Haßlinger gegenüber der APA. Kurz nach 14.30 vermeldeten die Wiener Linien wieder die Betriebsaufnahme der zuvor für rund 90 Minuten von der Demonstrationen betroffen Straßenbahnen.

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"Ohne die Hilfe der USA hätten wir es nicht geschafft"

Bei den Teilnehmenden herrschte ausgelassene Stimmung. Es wurde gesungen und getanzt. "Wir freuen uns, dass diese diktatorische Person getötet wurde und wir hoffen auf einen Regime-Change im Iran", sagte eine Demonstrantin zur APA. 

"Für mich ist das ein großer Schritt in Richtung Freiheit", erklärte ein älterer Herr mit einer Flagge der Vereinigten Staaten. "Ohne die Hilfe der USA und Israels hätten wir es nicht geschafft. Es hätte sonst noch viele Tote im Iran gegeben."

Ein weiterer Teilnehmer befürchtete jedoch weitere Gewalt: "Das ist leider erst der Anfang, es wird noch viel Blut fließen." Aber: "Wir wollen den Menschen in Iran Mut geben, zu kämpfen." 

Ausgestattet mit einem Bild des Sohns des Schahs hoffte er, wie viele Teilnehmer:innen, auf dessen Machtübernahme: "Wir wünschen uns, dass der Sohn des Schahs zurückkehrt. Er hat jetzt auch schon 47 Jahre gewartet - so wie ich." Er wolle dem Volk helfen und das sei jetzt der beste Zeitpunkt, erklärte der Mann.

"Österreich ist meine zweite Heimat"

Auch den zahlreichen Menschen, die Anfang des Jahres bei Protesten im Iran getötet wurden, ist gedacht worden: "Wir haben so viele junge Menschen verloren und wir sind auch traurig", sagte eine Frau. Viele der Feiernden trugen auch rot-weiß-rote Fahnen. "Ich bin auch österreichischer Staatsbürger. Das ist meine zweite Heimat!", erklärte ein Demonstrant.

Die Demonstration zog auch Schaulustige Wiener an. Eine ältere Dame nahm Anteil an der Freude der Exil-Iraner: "Ich freue mich! Ich denke mir aber, dass die Umgestaltung des Iran noch ganz viele Probleme auslösen wird", sagte sie. "Unserer Freude soll aber Ausdruck verliehen werden!"

Video: Eskalation im Nahen Osten

Zusammenfassung
  • Am Sonntag startete in Wien die Demonstration zur "Unterstützung der Revolution im Iran", bei der laut Landespolizeidirektion 1.000 Teilnehmer:innen zum Auftakt am Heldenplatz gemeldet wurden.