PULS 24

Zurück zum Ende: Erste Reaktionen auf das "Roadmovie"

15. Mai 2022 · Lesedauer 3 min

Drei Jahre ist es her, dass ein heimlich aufgenommenes Video die ÖVP-FPÖ-Regierung sprengte. Deswegen zeigt PULS 24 am Dienstag die Dokumentation "Herr Strache fährt nach Ibiza - Zurück zum Ende". Mehrere Medien konnten den Film bereits vorab ansehen.

Auf Ibiza erzählte ein alkohol- und testosterongeschwängerter Heinz-Christian Strache einer vermeintlichen Oligarchennichte das Blaue vom Himmel. Das wissen wir seit dem 17. Mai 2019.  In der Dokumentation "Herr Strache fährt nach Ibiza - Zurück zum Ende", die nun zum "Jubiläum" am  17. Mai um 20.15 Uhr auf PULS 24 ausgestrahlt wird, wird der ehemalige FPÖ-Chef mit seinen Aussagen konfrontiert - in der Finca, in der alles begann.

Mehrere Medien konnten vorab die Dokumentation ansehen. So stellt die "Kleine Zeitung" bereits im Zuge der Teaser fest, dass Strache sich zwar "optisch verändert mit Hoodie" und "locker" gibt, allerdings immer noch "mit der Videofalle auf den Balearen" hadert. Für die Tageszeitung aus der Steiermark und Kärnten bleibt abzuwarten, ob sich Strache "Rehabilitieren" kann - vor allem in Anbetracht an die anschließend anstehende Diskussionsrunde. 

Das kleine Wohnzimmer 

Im "Kurier" (der die Doku als "sehenswert" beschreibt) und bei "Der Standard" zeigt man sich überrascht, dass der ehemalige FPÖ-Parteiobmann die Finca auf Ibiza anscheinend ganz anders in Erinnerung hat: "Das ist nicht das Wohnzimmer, in dem wir waren" und "Das ist ja so klein!", meint Strache beim betreten des Wohnzimmers.

Auf die Frage, wie sich die Rückkehr anfühlt, meint Strache, dass man nach drei Jahren die Geschehnisse abgearbeitet haben sollte. Dennoch sei das Video "eine völlige Neuordnung meines Lebens in allen Belangen" gewesen.

Einen Sinneswandel hat es bei Strache seither nicht gegeben, wie auch "Zurück zum Ende" zeigt. Nach wie vor glaubt er an die Verschwörung und beteuert, sich an jenem Abend von möglicher Korruption eigentlich eher distanziert als davon fantasiert zu haben. "In der Nachbetrachtung war der Rücktritt als Parteichef ein Fehler", meint er ein weiteres Mal. Und die Legende will Strache auch mit der Versteigerung seines legendär gewordenen T-Shirts befeuern - das natürlich für einen guten Zweck.

Treffen mit Gudenus 

Die Tageszeitung "Heute" ist vor allem gespannt auf das Wiedersehen zwischen Strache und seinem ehemaligen Wegbegleiter Johann Gudenus. Direkt nach der Ausstrahlung der Dokumentation sollen sie sich erstmals wieder persönlich treffen. Auch eine Diskussion mit "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk, "profil"-Innenpolitikchefin Eva Linsinger, PULS 24-Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner und Strache ist für diesen Abend geplant.

Hessenthaler und die Drogen 

Auch der mutmaßliche Drahtzieher des Videos, Julian Hessenthaler, kommt zu Wort. Er bestreitet etwa ein weiteres Mal, den "Protagonisten" des Videos, Strache und dessen damaligem Parteifreund Johann Gudenus heimlich Drogen verabreicht zu haben - was ja Strache weiterhin vermutet. Und er erzählt, dass Gudenus ihm gegenüber vor dem heimlichen Dreh Befürchtungen hinsichtlich einer Videofalle geäußert haben soll.

Die Doku "Herr Strache fährt nach Ibiza – Zurück zum Ende" mit ausführlichem Interview exklusiv auf PULS 24 und in der ZAPPN App am 17. Mai um 20:15 Uhr. Im Anschluss: "3 Jahre Ibiza – Der Talk" und "3 Jahre Ibiza – Strache trifft Gudenus".

Mehr dazu unter puls24.at/zurueckzumende

Quelle: Agenturen / Redaktion / foj