APA/APA/Verlag Molden

Wissenschaftsbücher 2026 gekürt

05. Feb. 2026 · Lesedauer 3 min

Die "Wissenschaftsbücher des Jahres 2026" stehen fest: Im Rahmen einer Publikumswahl setzten sich in den vier Kategorien die Bücher "Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters" (Molden), "Leib und Seele. Eine Reise durch die Geschichte der Medizin" (Rowohlt Berlin), "Das Schweigen der Schimpansen. Wie Tiere den Tod verstehen" (Insel) sowie "Auf in die Berge. Was Menschen in die Höhe treibt" (NordSüd) durch, wie das Wissenschaftsministerium mitteilte.

Für die Wahl hatte eine Fachjury fünf Bücher pro Kategorie für die "Shortlist" festgelegt. Seit Mitte November des Vorjahres konnte das Publikum seine Favoriten aus der Liste der Nominierten wählen. Diesmal wurden knapp 6.000 Stimmen abgegeben. Die Preisverleihung findet am 2. März in Wien statt.

Der Zeithistoriker Oliver Rathkolb, bekannt als reger Aufbereiter der NS-Vergangenheit und Analyst für das Nachkriegsösterreich, gewann mit seinem jüngsten Werk in der Kategorie "Geistes-, Sozial-, Kulturwissenschaften": In "Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen Zeitalters" analysiert der Autor die Ursache für die allgemeine Nervosität der Gesellschaft und macht diese an der "ersten und zweiten Turboglobalisierung" fest.

In der Kategorie "Medizin/Biologie" reüssierte Werner Bartens, Mediziner und Wissenschaftsredakteur der "Süddeutsche Zeitung" mit "Leib und Seele. Eine Reise durch die Geschichte der Medizin". Im Rahmen seiner Erzählung der Medizingeschichte nimmt er die Wechselwirkung von körperlichem Befinden und seelischem Zustand in den Blick.

Die Kategorie "Naturwissenschaft/Technik" konnte die spanische Philosophin Susana Monsó für sich entscheiden: "Das Schweigen der Schimpansen. Wie Tiere den Tod verstehen" geht den im Tierreich aufgespürten Reaktionen auf den Tod nach, verbindet dabei Philosophie, Verhaltensforschung und Psychologie, und lässt über unser Verhältnis zu den Tieren nachdenken.

"Auf in die Berge" erneut ausgezeichnet

Mit ihrem ersten Bildersachbuch gewann die Linzer Illustratorin Katja Seifert in der Kategorie "Junior-Wissensbücher": In "Auf in die Berge. Was Menschen in die Höhe treibt" erzählt sie für Kinder ab 6 Jahren, wie der Alpinismus seinen Anfang nahm, mit welchen Herausforderungen die ersten alpinistischen Pionierinnen und Pioniere umgehen mussten, und wie sich das Bergsteigen über die Zeit entwickelte. Seifert ist mit ihrem Buch auch unter den Gewinnern der österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreise 2026 der Republik, die am 20. Mai in Eisenstadt verliehen werden.

Seit 2007 wird die Wahl zum "Wissenschaftsbuch des Jahres" durchgeführt. Sie ist eine Aktion des Wissenschaftsministeriums mit dem Verlag Buchkultur. Mit der Initiative soll der Stellenwert des wissenschaftlichen Sachbuches deutlich gemacht werden.

(S E R V I C E - Internet: www.wissenschaftsbuch.at )

Zusammenfassung
  • Die Wissenschaftsbücher des Jahres 2026 wurden in vier Kategorien gekürt, wobei knapp 6.000 Stimmen bei der Publikumswahl abgegeben wurden.
  • Zu den Gewinnern zählen "Ökonomie der Angst" (Oliver Rathkolb), "Leib und Seele" (Werner Bartens), "Das Schweigen der Schimpansen" (Susana Monsó) und "Auf in die Berge" (Katja Seifert).
  • Die Preisverleihung findet am 2. März in Wien statt, während die Wahl seit 2007 vom Wissenschaftsministerium und dem Verlag Buchkultur organisiert wird.