Wiens neuer Musicaltempel im Prater wächst
Und diese sind durchaus anspruchsvoll, gelte es doch über einen konventionellen Hochbau hinaus komplexe Bühnentechnik, Betriebslogistik und die Lenkung der künftigen Besucherströme samt umfassender Barrierefreiheit zu verbinden. Bis zu 150 Menschen sind gleichzeitig auf der Baustelle am Standort der einstigen Olympia-Achterbahn tätig. Und auch die Zahlen des verbauten Materials sind gewaltig, werden doch 8.200 Kubikmeter Beton und 450.000 Kilogramm Stahl verbaut, wie der aus Wien stammende Projektleiter Matthias Prichzi, Geschäftsführer der ATG-Live GmbH, am Dienstag unterstrich.
Für die Architektur des als Oval konzipierten Musicaltempels zeichnen das Wiener Büro DTFLR - unter anderem für die Volkstheater-Sanierung verantwortlich - und die Londoner Kollegen Haworth Tompkins verantwortlich. Vorgesehen ist ein Holzhybridbau mit transparenter Fassade, dezent bunten Elementen und einem Fokus auf Nachhaltigkeit. Und auch wenn dessen Eröffnung erst mit Ende kommenden Jahres angesetzt ist, soll der Ticketvorverkauf bereits Ende 2026 starten.
Die Gesamtkosten, die von ATG alleine getragen werden, werden auf 100 Mio. Euro beziffert. Erfahrungen im Genre hat man jedenfalls, betreibt die in Großbritannien beheimatete ATG doch weltweit über 70 Theater, darunter in Deutschland etwa das Starlight Express Theater Bochum oder den Admiralspalast Berlin, in Großbritannien das Piccadilly Theatre London oder das Liverpool Empire Theatre.
(S E R V I C E - www.theaterimprater.at)
Zusammenfassung
- Das neue 'Theater im Prater' im Wiener Prater soll ab Ende 2027 als erstes Volltheater seit 100 Jahren bis zu 1.800 Zuschauer empfangen.
- Beim Bau werden 8.200 Kubikmeter Beton und 450.000 Kilogramm Stahl verbaut, bis zu 150 Menschen arbeiten gleichzeitig an dem Holzhybridbau mit Fokus auf Nachhaltigkeit.
- Die Kosten von 100 Millionen Euro trägt der private ATG Entertainment-Konzern, der bereits über 70 Theater weltweit betreibt und den Ticketvorverkauf für Ende 2026 plant.
