APA - Austria Presse Agentur

Wien plant Live-Eventserie "Kultursommer 2020"

05. Juni 2020 · Lesedauer 3 min

Auch die Live-Kultur kehrt in die Stadt zurück: Wien wird heuer die Eventserie "Kultursommer 2020" organisieren, die mit Konzerten, Theater, Lesungen, Kabarett oder Tanz aufwartet. Im Juli und August sollen rund 2.000 Künstlerinnen und Künstler insgesamt 800 Aufführungen an 25 Spielstätten absolvieren. Der Eintritt ist frei, der Zutritt angesichts der Corona-Maßnahmen aber streng reglementiert.

Auch die Live-Kultur kehrt in die Stadt zurück: Wien wird heuer die Eventserie "Kultursommer 2020" organisieren, die mit Konzerten, Theater, Lesungen, Kabarett oder Tanz aufwartet. Im Juli und August sollen rund 2.000 Künstlerinnen und Künstler insgesamt 800 Aufführungen an 25 Spielstätten absolvieren. Der Eintritt ist frei, der Zutritt angesichts der Corona-Maßnahmen aber streng reglementiert.

Das Konzept wurde am Freitag von Bürgermeister Michael Ludwig, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (beide SPÖ), dem Grünen Kultursprecher Martin Margulies und Projektkoordinatorin Caro Madl präsentiert. Man wolle Kunstschaffenden nun wieder Auftrittsmöglichkeiten bieten, wurde betont. Wer konkret mit dabei ist, ist aber noch offen. Ausgearbeitet wird das Programm durch ein künstlerisches Board. Musikalisch wurden etwa Genres wie Pop, Jazz, Wienerlied, Volksmusik oder Weltmusik angekündigt.

Fest steht bereits, dass der "Kultursommer" im Juli und August über die Bühne gehen wird - oder genaugenommen: über zahlreiche Freiluftbühnen. Angekündigt wurden heute unter anderem zwei "Main Stages". Sie werden auf der Donauinsel bzw. am Laaer Berg errichtet und sollen laut derzeitigem Stand 500 bzw. 300 Besucher fassen. Weiters wird es in Parks und an öffentlichen Plätzen kleinere Veranstaltungsorte, sogenannte "Modular Spaces" für bis zu 100 Gäste, geben. Geprüft wird hier etwa die Kaiserwiese beim Prater, der Parkplatz beim Flohmarkt am Naschmarkt oder der Hannah-Arendt-Park im 22. Bezirk.

Drei "Artist Corners" werden außerdem mit Podesten aufwarten, wobei die Darbietungen von jeweils 30 Leuten besucht werden dürfen. Hier werden die möglichen Örtlichkeiten ebenfalls derzeit noch unter die Lupe genommen. Daneben gibt es noch ein Format für Tanzworkshops sowie Konzerte in Höfen von Seniorenheimen. Gespielt wird generell von Donnerstag bis Sonntag am frühen Abend, wobei zwei Live-Acts pro Tag und Stage angesetzt sind. An einigen Locations wird es am Nachmittag auch ein Kinderprogramm geben.

Der Eintritt zu den jeweiligen Veranstaltungen ist frei. Die erlaubte Besucherhöchstzahl soll durch Absperrungen garantiert werden - also etwa durch Zäune bei den großen Bühnen oder durch Seile bei kleineren Auftrittsorten. Für das Publikum werden markierte Stehplätze oder Sitzplätze zur Verfügung gestellt, auch sollen Bereiche eingerichtet werden, in denen etwa Picknickdecken ausgebreitet werden dürfen. Überlegt wird auch ein Reservierungssystem, wie Organisatorin Madl berichtete. Auch Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Schutz wird zur Verfügung gestellt.

Die Umsetzung erfolge jedenfalls unter Einhaltung der Vorgaben der Bundesregierung, wurde heute beteuert. Man wolle sich nicht dem "Hauch eines Verdachts" hingeben, dass man jemanden gefährde, betonte Ludwig. Theoretisch dürften ab August laut den gesetzlichen Vorgaben sogar schon wieder 1.250 Menschen Open-Air-Aufführungen besuchen. Dass man die Höchstgrenze noch mit 500 begrenzt habe, liege daran, dass die Ausweitung beim Beginn der Vorarbeiten für das Konzept noch nicht bekannt war, wie erläutert wurde.

Umgesetzt wird der "Kultursommer" vom Stadt Wien Marketing, auf das eine "Monsterarbeit" zukomme, wie Kulturstadträtin Kaup-Hasler prophezeite. Das Gesamtbudget der Aktion beträgt vier Mio. Euro.

Quelle: Agenturen