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Van Gogh Museum zeigt den "Golden Boy Gustav Klimt"

05. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Das Amsterdamer Van Gogh Museum zeigt in einer Ausstellung den "Golden Boy Gustav Klimt" gemeinsam mit seinen Ideengebern. "Er wird nicht als für sich selbst stehendes Genie gezeigt, sondern als ein Mann, dessen Werk entstand und blühte dank der Inspiration von internationalen Gleichgesinnten", sagte Museumsdirektorin Emilie Gordenker am Mittwoch.

In Zusammenarbeit mit dem Wiener Belvedere, wo die Ausstellung im Frühjahr 2023 zu sehen sein wird, sind von Freitag bis 8. Jänner 2023 insgesamt 36 Werke von Klimt zu sehen sowie noch etwa 40 Werke seiner Vorbilder, wie Vincent van Gogh, Auguste Rodin, Edward Munch, Henri Matisse oder Claude Monet. Zeitgenossen, die wie Klimt auch radikal Konventionen brachen und Erneuerung wollten.

Viele der gezeigten Werke, vorwiegend aus Privatsammlungen, werden nach den Worten von Direktorin Gordenker nur noch selten ausgeliehen. Dazu gehören "Judith" (1901), "Emilie Flöge" (1902) und "Wasserschlangen II" (1904), das erstmals seit 60 Jahren wieder öffentlich zu sehen ist. Es sind Bilder aus der Periode des Jugendstilmalers, in der er viel Blattgold nutzte.

Klimt, Mitbegründer der Wiener Secession 1897, schuf vor allem betörende und dekorative Gemälde. Aber es sind vielschichtige Bilder, die immer wieder Themen wie Liebe, Tod, Sehnsucht und Suche nach Glück behandeln. Die expressive Farbpalette von van Gogh etwa inspirierte Klimt für seine eigenen Porträts. Aber man sieht auch eine Verwandtschaft mit dem Impressionisten Claude Monet in den geheimnisvollen, melancholischen Landschaftsbildern. Bei seinem Besuch in Paris 1909 lernte Klimt die Arbeiten von Henri Toulouse-Lautrec und Henri Matisse kennen. Deren Einfluss ist verblüffend in seinen eigenen großen Frauenporträts zu sehen, Bilder von starken Frauen.

Zum Schluss steht "Die Braut" zentral, ein unvollendetes Werk. Das Bild stand auf der Staffelei in seinem Atelier, als Klimt plötzlich 1918 starb.

(S E R V I C E - https://www.vangoghmuseum.nl/)

Quelle: Agenturen