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Stephan Koja wird Chef der Liechtensteiner Sammlungen

18. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Der österreichische Kunsthistoriker Stephan Koja ist als Direktor der Dresdner Gemäldegalerie einer der bedeutendsten Museumsleiter Deutschlands. Nun wechselt der 60-Jährige zurück in die Heimat: Mit 1. April 2023 löst Koja Johann Kräftner an der Spitze der Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein ab. Der 71-jährige steht den Sammlungen seit mehr als zwei Jahrzehnten vor und hat deren Gestalt wesentlich mitgeprägt.

Die Sonderausstellung "Gegossen für die Ewigkeit" über die Bronzen der Fürsten von Liechtenstein wird somit die letzte Kräftners in alter Funktion sein, der den Sammlungen aber in Projektarbeit verbunden bleiben soll. "Er hat die Sammlungen mit strategischer Weitsicht international positioniert und so dem Fürstenhaus, aber auch der Gesellschaft einen wertvollen Dienst erbracht", zollte Fürst Hans Adam II. Kräftner in einer Aussendung seinen Respekt. Unter dessen Leitung erfolgte auch die Generalsanierung der beiden Wiener Palais.

Auch Stephan Koja hat Erfahrung mit Großsanierungen. So zeichnete der am 16. Juni 1962 geborene Wiener, der Kunstgeschichte in der Bundeshauptstadt und in Salzburg studierte, für die Renovierung der Dresdner Sempergalerie am Zwinger mitverantwortlich, die nach sieben Jahren 2020 als Hort für die Gemäldegalerie wiedereröffnet wurde. Bis zu seinem Wechsel nach Deutschland 2016 war Koja an der Spitze der Sammlungen des 19. Jahrhunderts und der klassischen Moderne im Belvedere gestanden.

"Die Relevanz der Alten Meister ist ungebrochen und die Moderne ohne Bezug auf sie undenkbar. Die Sammlungen der Fürsten von Liechtenstein spiegeln dies auf einzigartige Weise", freute sich Koja via Aussendung auf die neue Aufgabe. Die Kunstbestände des Fürsten von und zu Liechtenstein gehören zu den bedeutendsten Privatsammlungen der Welt und umfassen neben Bronzen und Mobiliar rund 1.600 Gemälde von Cranach über Raffael bis Rembrandt. Zu sehen ist jeweils ein Teil der Bestände in den beiden Wiener Palais im Alsergrund respektive der Innenstadt.

Quelle: Agenturen