Stefan-Heym-Preis für ukrainischen Autor Juri Andruchowytsch
Das Kuratorium des Literaturpreises würdige mit Andruchowytsch eine der wichtigsten literarischen und intellektuellen Stimmen der Ukraine, hieß es. Sein Werk zeichne sich durch stark gesellschaftspolitische und kritische Züge aus. "Er nutzt einen feinen Humor als Waffe gegen Diktatoren und so manche menschliche Dummheit."
Andruchowytsch wurde 1960 in der Ukraine geboren. Bekannt wurde er zunächst mit experimentell-satirischen Gedichten. Später widmete er sich mehr der Prosa und der Essayistik. Zuletzt erschien mit "Die Geschichte von Sofia" der dritte Teil seiner Amadoka-Trilogie - ein weitgespanntes Panorama der Ukraine im 20. Jahrhundert. Er ist bereits mit zahlreichen Preisen geehrt worden, darunter dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und dem Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf.
Die Chemnitzer Auszeichnung wird seit 2008 vergeben. Sie erinnert an den in Chemnitz geborenen Schriftsteller Stefan Heym (1913-2001). Zu den bisherigen Preisträgern gehörten Amos Oz, Christoph Hein und Jenny Erpenbeck.
Zusammenfassung
- Der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch erhält 2026 den mit 20.000 Euro dotierten Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz.
- Die Preisverleihung findet am 18. April statt und würdigt Andruchowytsch als eine der wichtigsten literarischen und intellektuellen Stimmen der Ukraine.
- Der 1960 geborene Autor ist bereits mit renommierten Preisen wie dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und dem Heinrich-Heine-Preis ausgezeichnet worden.
