APA/Salzkammergut Festwochen/Reinhard Werner

Salzkammergut Festwochen Gmunden erwarten 20.000 Besucher

11. März 2022 · Lesedauer 3 min

Mit einem vielfältigen Mehrspartenprogramm haben sich die Salzkammergut Festwochen Gmunden nach dem Besucherrekord im Vorjahr noch ambitioniertere Ziele gesteckt und wollen von Juni bis August 20.000 Besucherinnen und Besucher ansprechen. Im Zentrum steht das Stadttheater Gmunden, das heuer sein 150-jähriges Bestehen feiert. Karin Bergmann, ehemalige Direktorin des Wiener Burgtheaters, kuratiert erstmals den Bereich Theater und Literatur.

Das traditionell gut in den Bereichen Musik und Lesungen aufgestellte Festival soll durch das Engagement von Bergmann das Theater stärker in den Fokus rücken. Bei der Festival-Programmvorstellung am Freitag in Gmunden präsentierte Bergmann ihre Pläne dafür: Es sollen Theaterproduktionen vor Ort entstehen, und sie will ihr Programm heuer und zukünftig auf drei Säulen aufbauen: einen Weltautor, einen zeitgenössischen Autor bzw. Autorin sowie den "Kontinent Thomas Bernhard". Ersterer ist heuer Arthur Schnitzler; eine Neuinszenierung seines "Reigen" unter der Regie von Franz-Xaver Mayr feiert am 23. Juli Premiere und anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Österreichischen Erstaufführung gibt es am 16. Juli eine szenische Lesung von "Freiwild". Thomas Arzt deckt den Bereich Zeitgenossenschaft ab; "Else (ohne Fräulein)" stellt einerseits eine Verbindung zu Schnitzler her und soll andererseits auch jüngeres Publikum ansprechen.

Die Eröffnungsgala findet im Stadttheater Gmunden anlässlich seines 150-jährigen Bestehens statt. In dem "altehrwürdigen Haus", wie die kaufmännische Geschäftsführerin Johanna Mitterbauer es formuliert, verkörpert Klaus Maria Brandauer am 22. Juni die unterschiedlichen Charaktere im "Vorspiel auf dem Theater" aus Johann Wolfgang von Goethes "Faust". Außerdem präsentiert das Ensemble der Salzkammergut Festwochen Gmunden Musik von Richard Strauss, Johannes Brahms und Erich Wolfgang Korngold.

Letzterer ist auch jener Komponist, dem der neue Musikschwerpunkt "Komponisten im Fokus" in diesem Jahr gewidmet ist. Er wurde vor 125 Jahren geboren und ist mit der Region verbunden, da er in Schloss Höselberg nahe des Traunsees einige Sommer verbrachte. Er feierte neben Opernkompositionen wie "Die tote Stadt" vor allem mit Filmkompositionen Erfolge und erhielt dafür auch zwei Oscars.

Weiter geführt wird auch die durch Franz Welser-Möst im Vorjahr initiierte "Hausmusikroas". "Unter dem Motto 'Sie öffnen Ihre Stube, Ihren Hof oder führen uns zu Ihrem Lieblingsplatz - wir organisieren die Musik'" will man gemeinsam diese Tradition bzw. das kulturelle Erbe lebendig halten, beschreibt Mitterbauer. Außerdem stehen auf dem Konzertprogramm unter anderem Abende mit dem Bruckner Orchester Linz, dem Musicalensemble des Landestheaters Linz, mit dem Multi-Percussionist Martin Grubinger oder der Wiener Rockband "My Ugly Clementine". Familienkonzerte mit dem Philharmonie Salzburg sollen auch Nachwuchs-Publikum nach Gmunden locken.

Das Mehrspartenfestival beginnt am 11. Juni, die offizielle Eröffnung erfolgt am 22. Juni im Rahmen der Jubiläumsgala im Stadttheater. Neben Musik, Theater und Lesungen stehen auch Ausstellungen sowie ein Architekturgespräch auf dem Programm. Für das bis 21. August laufende Festival plant die kaufmännische Leiterin mit einem Budget von einer Million Euro - nach 800.000 Euro und dem Rekord von 15.000 Besuchern im Vorjahr.

(S E R V I C E - https://www.festwochen-gmunden.at/)

Quelle: Agenturen