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Ruben Östlund holt Regiesparte beim Europäischen Filmpreis

10. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Die ersten wichtigen Entscheidungen bei den 35. Europäischen Filmpreisen sind gefallen: Bei der feierlichen Gala in Islands Hauptstadt Reykjavík holte sich Cannes-Gewinner Ruben Östlund mit seiner Satire "Triangle of Sadness" den Preis als bester Regisseur und setzte sich damit gegen seine österreichische Kollegin Marie Kreutzer durch, die mit "Corsage" im Rennen war. Auch die Wienerin Kurdwin Ayub ging mit ihrem berlinale-geehrten Spielfilmdebüt "Sonne" leer aus.

Die Jungregisseurin war im von Starkünstler Ólafur Elíasson mitgestalteten Kulturzentrum Harpa in der Sparte der Europäischen Entdeckungen nominiert. Immerhin Marie Kreutzer kann mit ihrem Sisi-Drama nun noch in der Königskategorie Bester Film reüssieren. Außerdem darf die Luxemburger Hauptdarstellerin Vicky Krieps auf die Trophäe als beste Schauspielerin hoffen - wenn sie sich gegen Konkurrentinnen wie Penélope Cruz oder Léa Seydoux durchsetzt. Die aufgrund einer Krankheit zugeschaltete Schauspielerin zollte Kreutzer zuvor in persönlichen Worten den höchsten Respekt: "Du bist einer der seltenen Menschen, der die Welt sieht wie sie ist."

Gefallen ist die Entscheidung hingegen bereits in der Auftaktsparte der Kurzfilme, die an die slowenisch-französische Produktion "Granny's Sexual Life" ging. Damit ging der Wahlwiener Regisseur Mo Harawe mit seiner deutsch-österreichischen-somalischen Koproduktion "Will My Parents Come to See Me" leer aus.

Die Entscheidung über die Vergabe der Auszeichnungen treffen die rund 4.400 Mitglieder der Europäischen Filmakademie. Fix ist dabei, dass die deutsche Regisseurin Margarethe von Trotta am Abend für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird. Zugeschaltet wird überdies Ursula von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission, deren "European Green Deal" als Klimaschutzkonzept den Nachhaltigkeitspreis der Filmakademie erhält.

Quelle: Agenturen