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Romy-Akademiepreise: Wiener Unterwelt zweimal prämiert

19. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Vor der Verleihung der Romy-Publikumspreise am Samstag, die heuer wegen der Coronakrise nicht im Rahmen einer Gala, sondern als TV-Event im ORF stattfindet, sind am Dienstag die Romy-Akademiepreise bekannt gegeben worden. Doppelt prämiert wurde dabei der Film "Aufzeichnungen aus der Unterwelt", nämlich als beste Kinodokumentation sowie als beste Produktion (Rainer Frimmel und Tizza Covi).

Vor der Verleihung der Romy-Publikumspreise am Samstag, die heuer wegen der Coronakrise nicht im Rahmen einer Gala, sondern als TV-Event im ORF stattfindet, sind am Dienstag die Romy-Akademiepreise bekannt gegeben worden. Doppelt prämiert wurde dabei der Film "Aufzeichnungen aus der Unterwelt", nämlich als beste Kinodokumentation sowie als beste Produktion (Rainer Frimmel und Tizza Covi).

Der fast ausschließlich in Schwarz-Weiß gehaltene Film über die Wiener Unterwelt in den 60er Jahren porträtiert den verstorbenen Wienerlied-Sänger Kurt Girk und den legendären "Unterweltkönig" Alois Schmutzer.

Als bester TV-Film wurde die ORF/ZDF-Koproduktion "Spuren des Bösen: Sehnsucht" geehrt, die Netflix-Serie "How to sell drugs online (fast)" als beste Serie. Sandra Wollners Sci-Fi-Dystopie "The Trouble With Being Born" wurde als bester Kinofilm ausgezeichnet. Die vom ORF kofinanzierte Produktion wurde bereits bei der Berlinale und der Diagonale mit Spezialpreisen gewürdigt. In der Kategorie "Beste Produktion TV-Fiction" wurden Heinrich Ambrosch, Marvin Kren und Moritz Polter für die von ORF und Netflix koproduzierte Mystery/Thriller-Serie "Freud" geehrt.

Nora Fingscheidt, die mit ihrem Drama "Systemsprenger" auch beim Deutschen Filmpreis abräumte, erhielt eine Trophäe für die beste Regie in der Kategorie Kinofilm. Das beste Drehbuch in der Kategorie TV-Fiction verfasste nach Ansicht der Akademie Agnes Pluch für "Balanceakt". Das beste Drehbuch für einen Kinofilm lieferte Simon Verhoeven für "Nightlife".

Ausgezeichnet wurden außerdem zwei ORF-"Landkrimis": Regisseurin Catalina Molina setzte sich in der Kategorie "Beste Regie TV-Fiction" für den "Landkrimi: Das dunkle Paradies" durch, die Auszeichnung für die beste Bildgestaltung ging an Leena Koppe für den "Landkrimi: Das letzte Problem".

Für die beste Bildgestaltung eines Kinofilms wurden Judith Benedikt und Eva Testor mit "Backstage Wiener Staatsoper" gewürdigt, in dem Regisseur Stephanus Domanig hinter die Kulissen des Opernbetriebs blickt. Auch "Dok 1"-Moderatorin Lisa Gadenstätter konnte sich freuen: Die ORF 1-Doku "Nie zu spät - Die Träume der Hundertjährigen" setzte sich als beste TV-Dokumentation durch.

Mit den Akademiepreisen sollen die Filmschaffenden hinter der Kamera sowie vielversprechende Nachwuchsstars vor den Vorhang geholt werden. Die besten Nachwuchsschauspieler werden allerdings erst am Samstag im ORF bekannt gegeben. In der Sendung "Romy 2020" um 20.15 Uhr auf ORF 2 werden die Preisträger der Romy-Akademie gemeinsam mit den Publikumspreisträgern präsentiert.

Quelle: Agenturen