APA - Austria Presse Agentur

Preis der Theaterallianz an Schriftsteller Bernhard Studlar

26. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Der freischaffende Wiener Autor Bernhard Studlar wird mit dem von der österreichischen Theaterallianz ausgelobten Autorenpreis 2020 ausgezeichnet. Sein Gewinnerstück "Lohn der Nacht" wird vom Theater Kosmos in Kooperation mit den Bregenzer Festspielen im Sommer 2021 uraufgeführt werden. Der Autorenwettbewerb der Theaterallianz war zum dritten Mal ausgeschrieben und ist mit 9.500 Euro Preisgeld dotiert.

Die österreichische Theaterallianz der freien österreichischen Bühnen bilden das Schauspielhaus Wien, das Theater Kosmos in Bregenz, das Schauspielhaus Salzburg, das Klagenfurter Ensemble, das Phönixtheater Linz sowie das Theater am Lend in Graz. Im Zentrum der Aktivitäten stehen der Austausch von ausgewählten Inszenierungen zeitgenössischer österreichischer Dramatik und die Förderung von Theaterautoren. Nach der Uraufführung von "Lohn der Nacht" im August 2021 wird die Inszenierung auch an allen anderen Mitgliedstheatern zu sehen sein.

Der diesjährige Wettbewerb wurde in Kooperation mit den Bregenzer Festspielen unter dem Arbeitstitel "Die Arroganz des Kapitals" veranstaltet. Die Ausschreibung orientierte sich inhaltlich an "Madame Butterfly", das 2021 als Spiel auf dem See in Bregenz geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie allerdings um ein Jahr verschoben werden musste. Studlars Stück komme nun "als Vorbote" dieser Oper zur Uraufführung, hieß es in der Aussendung der Theaterallianz. Sein Werk wurde gelobt als "humorvoll philanthropischer Blick auf die Sehnsüchte, Enttäuschungen und Verwundbarkeiten" von drei Nachtschwärmern - eines lebensmüden Mannes, einer nervösen Diva und eines reichen Fußballwunderkinds.

Der 1972 geborene Studlar studierte unter anderem Theaterwissenschaft und Szenisches Schreiben und arbeitete als Dramaturg und Regieassistent am Theater der Jugend in Wien. 2005 gründete er mit dem Regisseur Hans Escher die "Wiener Wortstaetten", ein interkulturelles Theaterprojekt zur Unterstützung der Vernetzung zwischen österreichischen und internationalen Autoren. Seine Stücke wurden etwa am Wiener Burgtheater, am Staatstheater Kassel, am Schauspiel Leipzig oder auch am Slowakischen Nationaltheater uraufgeführt. Nach Thomas Köck (2016) und Miroslava Svolikova (2018) ist er der dritte Gewinner des Autorenpreises der Theaterallianz.

Quelle: Agenturen