Drei-Chef: Mobilität durch Lockdown "sehr gut nach unten gegangen"

01. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Mobilfunkdaten würden zeigen, dass der harte Lockdown wirke, sagt Rudi Schrefl, CEO von Drei. Dennoch seien die Österreicher im Vergleich zum Vorjahr mobiler, wie er im PULS 24 Interview erklärt.

Durch den vierten Lockdown ist die "Mobilität sehr gut nach unten gegangen", sagt Rudi Schrefl, CEO von Drei. Der Mobilfunkanbieter habe unter Einhaltung der Datenschutzrechtlinie die anonymen Mobilfunkdaten gesammelt und ausgewertet. Dadurch können die Bewegungsströme der Österreicher abgelesen werden, aber keine näheren Rückschlüsse getroffen werden, wie etwa welcher Drei-Kunde in welches Geschäft ging, erklärt Schrefl im PULS 24 Interview.

Vierter Lockdown wirke geringer

Die Daten hätten gezeigt, dass im Vergleich zum Lockdown im Vorjahr die Maßnahmen in diesem Jahr geringer wirken würden. Es habe 37 Prozent weniger Bewegung auf den Einkaufsstraßen gegeben. 26 Prozent seien es auf den Bahnhöfen, aber nur 19 Prozent weniger in den HTLs. Letzteres lasse sich laut Schrefl dadurch erklären, dass in den Schulen "mehr auf Präsenz gesetzt wird als in den Lockdowns zuvor".

Auch würden die Daten regionale Unterschiede aufzeigen, meint der Drei-CEO. Am wenigsten Bewegungsreduktion habe es bisher im Burgenland gegeben. Wien hingegen sei "führend". Allerdings gäbe es auch hier aktuell mehr Bewegung als 2020.

Die Auswirkungen des Lockdowns für Ungeimpfte hingegen habe wenig an der Mobilität geändert. "Wir sehen fast kaum eine Reduktion der Kundenfrequenz", sagt Schrefl im Interview.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea