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Preis der freien Szene Wiens für "Kostnix-Laden"

28. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Der "Kostnix-Laden" im Vekks, dem Verein zur Erweiterung des kulturellen und künstlerischen Spektrums, ist mit dem Preis der freien Szene Wien 2020 ausgezeichnet worden. In dem Laden kann man ohne Geld "einkaufen" oder eigene unbenötigte Gegenstände, von Büchern über Geschirr bis zu Schuhen, abgeben. Ziel des Experiments sei es, "die Mechanismen des so genannten Finanzmarkts zu durchbrechen", hieß es in einer Aussendung der IG Kultur Wien, die den Preis seit 2004 vergibt.

Im Rahmen der 30-Jahre-Feier der IG Kultur Wien wurden neben dem mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis auch noch zwei ebenfalls durch die Stadt Wien finanzierte Förderpreise mit einem Preisgeld von je 2.000 Euro verliehen. Ausgezeichnet wurden Julischka Stengele für ihr queeres Performancefestival "Femmes Against Fasiscm" im Jahr 2019, bei dem laut Aussendung "die vielfältige Existenz, kulturellen Praktiken und Begehren von queeren Femme-Subjekten in das Rampenlicht gerückt" wurden. Der zweite Förderpreis ging an das 3000Theater für sein "wütendes, lautes Chorwerk" "Opus Maleficarum" über die Geschichte der "Unterdrückung weiblicher Subjekte" in Europa.

Mit den Preisen der freien Szene Wien soll der Blick darauf gerichtet werden, "was in der Stadt Wien abseits von hoch subventionierter und institutionalisierter Kultur stattfindet". Ziel sei die Anerkennung unabhängiger, selbstverwalteter Kunst- und Kulturarbeit, die in der Regel unter prekären Bedingungen geleistet werde. Alle 87 Einreichungen des heurigen Jahres können unter https://www.igkulturwien.net/preis20/ eingesehen werden.

Quelle: Agenturen