Otti-Band
Ö3 spielte "Immer vorwärts FPÖ" gekürzt und eingeordnet
Der reichweitenstärkste Radiosender des Landes spielte "Immer vorwärts FPÖ" der John Otti Band am späten Montagabend im Rahmen der Sendung "Ö3 Austria Top 40" ab.
Denn der Song schaffte es durch Verkäufe und Streamingabrufe auf Platz 20. Mitgeliefert wurde eine Einordnung von Politikwissenschafter Peter Filzmaier.
Musik und Songs für Parteien "sehr wertvoll"
In dieser Form habe es das in den Charts noch nie gegeben: Einen Song, der für eine Partei gemacht worden ist, klärte die Moderatorin auf und wollte von Filzmaier wissen, warum eine Partei so etwas machen lässt.
Musik und Songs seien für Parteien durchaus "sehr wertvoll", so der Politikexperte. Denn sie können damit Leute in einer Feel-Good-Atmosphäre ansprechen, ohne mit kritischen Fragen konfrontiert zu werden. Politikerreden würden dagegen meistens gar nicht so gut ankommen.
Erfunden hat die FPÖ diese Form der Wähleransprache jedenfalls nicht, verwies Filzmaier auf die USA, wo es auch schon Songs für Barack Obama gab.
Eigentlich müssten sich andere Parteien etwas Ähnliches einfallen lassen, ohne aber von der FPÖ, die einst auch schon mit einem rappenden Heinz-Christian Strache auf Youtube für Aufsehen sorgte, abzukupfern, meinte Filzmaier.
Zusammenfassung
- Der Song "Immer vorwärts FPÖ" der John Otti Band schaffte es durch Verkäufe und Streamingabrufe auf Platz 20 der Ö3 Austria Top 40 und wurde am Montagabend in gekürzter Form auf Ö3 ausgestrahlt.
- Politikwissenschafter Peter Filzmaier erklärte im Radio, dass Musik für Parteien wertvoll sei, weil sie Menschen in einer positiven Atmosphäre erreichen kann, ohne mit kritischen Fragen konfrontiert zu werden.
- Es ist das erste Mal, dass ein expliziter Parteisong in die österreichischen Charts einzog, und Filzmaier verwies auf ähnliche Beispiele aus den USA, etwa Songs für Barack Obama.
