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Leipziger Buchmesse findet 2023 erst Ende April statt

16. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Die Leipziger Buchmesse mit dem Gastland Österreich findet im nächsten Jahr erst im April und damit einen Monat später als üblich statt. Nach drei Absagen in Folge wegen der Coronapandemie werde die Buchmesse auf 27. bis 30. April verschoben, um trotz aller Unwägbarkeiten "größte Planungssicherheit zu ermöglichen", erklärte Buchmessedirektor Oliver Zille am Montag. Auch die Manga-Comic-Con und das Lesefest "Leipzig liest" finden in diesem Zeitraum statt.

Nachdem die Leipziger Buchmesse bereits 2020 und 2021 wegen der Coronakrise ausgefallen war, wurde sie auch in diesem März kurzfristig gestrichen. Die Entscheidung begründeten die Veranstalter damit, dass zahlreiche Aussteller wegen der Unwägbarkeiten der Coronapandemie abgesagt hätten. Die Entscheidung zog erhebliche Kritik nach sich. Die nach der Absage alternativ initiierte Pop Up-Messe vom 18. bis 20 März war ein voller Erfolg.

Die diesjährige Absage habe einen "regelrechten Sturm in der Buchbranche ausgelöst", erklärte Zille. "Wir alle wünschen uns diese Buchmesse, brauchen diesen Treffpunkt der Buch- und Medienwelt - die Pandemie bleibt aber weiterhin unberechenbar."

Der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner, betonte, die Verschiebung auf April biete "den sichersten Rahmen, um den Veranstaltungsverbund mit spannenden Konzepten weiterzuentwickeln". Ab 2024 plant die Buchmesse dann wieder mit ihrem ursprünglichen Termin im März. Die Leipziger Buchmesse mit jährlich rund 300.000 Besuchern ist ein Publikumsmagnet und der wichtigste Branchentreff nach der Frankfurter Buchmesse.

Die Anmeldung für die Leipziger Buchmesse ist ab August möglich. Dann werden auch die Details zu Programmschwerpunkten, Präsentationsmöglichkeiten und Teilnahmebedingungen bekannt gegeben. Gerhard Ruiss, Chef der IG Autorinnen Autoren, merkte in einer Aussendung an, dass dies "reichlich spät" sei. "Was für den Österreich-Schwerpunkt 2023 bei der Leipziger Buchmesse gilt, gilt genauso für alle anderen österreichischen Aussteller, wie u.a. auch die IG Autorinnen Autoren. Sie wollen zur Messe kommen, sie müssen aber auch die Gelegenheit erhalten, sich an ihr überhaupt und möglichst sinnvoll beteiligen und ihre Beiträge und Programme rechtzeitig erstellen zu können", so Ruiss, der die Buchmesse als "unverzichtbar" für die Branche bezeichnete.

(S E R V I C E - www.leipziger-buchmesse.de)

Quelle: Agenturen