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Persönlichkeitsstörung? Forensische Psychologin soll Amber Heard entlasten

03. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Ein Psychologe im Auftrag von Johnny Depp attestierte Amber Heard vor Gericht zwei verschiedene Persönlichkeitsstörungen. Am Dienstag wird Heards eigene Aussage nun nach hinten verschoben, weil ihr Team selbst eine forensische Psychologin in den Zeugenstand ruft.

Am Dienstag hätte Amber Heard im Prozess gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp wegen übler Nachrede (Streitwert 50 bzw. 100 Mio. Dollar) als erstes aussagen sollen. Kurzfristig hat ihr Anwalts-Team die Strategie geändert. Erste Zeugin soll nun Dr. Dawn Hughes sein (PULS 24 überträgt den Livestream ab 16 Uhr), wie das Branchenmedium "Deadline" berichtet. Sie ist klinische und forensische Psychologin. 

Johnny Depps Team ließ am 26. April bereits Dr. Shannon Curry aussagen. Sie sei der Meinung, Heard leide an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und einer histrionischen Persönlichkeitsstörung. Zu diesem Schluss kam Curry nach einer einzigen, zwölf Stunden dauernden Sitzung mit Heard im vergangenen Jahr. 

Hughes wird als Expertin für Behandlung von Opfern häuslicher Gewalt angekündigt. Sie evaluierte Amber Heard ebenfalls, erwartet wird, dass sie zu ganz anderen Schlüssen als Dr. Curry kommt. 

Die neue Reihenfolge der Zeugenaussagen soll eine Idee von Heards neuem PR-Team gewesen sein. Nach zunehmend schlechter Presse, setzte die Schauspielerin ihr bisheriges Team vor die Tür. Die neuen PR-Experten haben bereits Erfahrung im Umgang mit Johnny Depp. Sie arbeiteten auch für seine ehemaligen Business-Mangers The Management Group, als der Schauspieler sie auf 25 Millionen Dollar wegen Betrugs verklagte. Zum Prozess kam es aber nie. Nur Wochen vor Beginn der Verhandlung einigten sich die Streitparteien im Juli 2018 außergerichtlich. Der Ausgang der Auseinandersetzung drang nie an die Öffentlichkeit. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam