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Jeunesse 2026/27: All-Stars-Konzerte und Singen mit Baby

Heute, 08:00 · Lesedauer 3 min

Die Jeunesse Österreich setzt in der Saison 2026/27 neben bereits etablierten Formaten wie den "Featured Artists" oder den halbstündigen "Start up!"-Auftritten junger Talente vor ausgewählten Konzerten auf einige Neuerungen. So wird etwa - ergänzend zu "Mit Baby ins Konzert" - die Schiene "Mit Baby singen" als "immens wichtiger Beitrag für die Entwicklung unserer Jüngsten" eingeführt, kündigte Generalsekretärin Birgit Hinterholzer an. Und es wird "All-Stars-Konzerte" geben.

Dabei werden Größen der Klassik mit aufstrebenden Newcomern gemeinsam auftreten. "Künstler:innen, die mit der Jeunesse groß geworden sind, kehren auf unsere Bühne zurück - und bringen die nächste Generation mit", heißt es dazu im eben veröffentlichten Saisonprogramm. Drei "Jeunesse All-Stars-Konzerte" wird es geben, bei denen u.a. Geiger Julian Rachlin, Pianist Roland Batik oder Bariton Rafael Fingerlos auf die junge Generation treffen - darunter etwa Maria Sotriffer.

Die Geigerin, Jahrgang 1999, ist in der kommenden Spielzeit zudem eine der drei "Featured Artists" der Jeunesse. Sie teilt sich die Ehre mit dem Klavierduo Gugg, bestehend aus Tereza Gugg-Kaláková und Johannes Gugg, und dem Beatboxer Paul Pichler alias UkU, der in seiner Disziplin 2024 österreichischer Staatsmeister wurde und 2026/27 im "Spotlight" steht. Abseits davon präsentiert der Musikveranstalter diesmal vier Jugendorchester an sechs Konzertterminen im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins: das Wiener Jeunesse Orchester, das NOVA Orchester Wien, das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester und das Boston Philharmonic Youth Orchestra.

Was das Finanzielle anbelangt, sei die Situation nach schwierigen Jahren immer noch heikel, aber inzwischen stabil, wird Hinterholzer in den Presseunterlagen zur Programmpräsentation zitiert. Dazu beigetragen haben auch interne Umstrukturierungen inklusive Verkleinerung des Teams. "Die Krise hat uns gezwungen, uns zu verschlanken und auf das Wesentliche zu konzentrieren", so die Generalsekretärin. Der Abschied von den herkömmlichen Abonnements per Saison 2024/25 sei jedenfalls "goldrichtig" gewesen: "Ja, es gibt Menschen, die das alte Modell vermissen. Aber wir haben kein eigenes Haus, wir bespielen alle Säle Wiens und dafür braucht unser Publikum maximale Flexibilität und auch wir haben diese Änderung gebraucht." Inzwischen setzt man auf Vorverkaufsrabatte, die bis 30. Juni gewährt werden und - je nach Anzahl der gebuchten Veranstaltungen - zwischen 10 und 20 Prozent liegen.

Wer über die Jeunesse junge Musiktalente fördern will, hat außerdem ab sofort die neu geschaffene Möglichkeit, für 60 Euro im Jahr eine Mitgliedschaft abzuschließen. Der Betrag fließe "ohne Umweg in Konzertproduktionen, Auftrittsmöglichkeiten und Camps", wird im Programmheft versprochen. Ziel ist laut Hinterholzer, 200 Mitglieder in der ersten Saison zu bekommen: "Das wäre ein starkes Zeichen für die Jugendförderung."

(S E R V I C E - https://www.jeunesse.at/ )

Zusammenfassung
  • Die Jeunesse Österreich startet in der Saison 2026/27 neue Formate wie "Mit Baby singen" und drei "All-Stars-Konzerte", bei denen Größen wie Julian Rachlin und junge Talente wie Maria Sotriffer gemeinsam auftreten.
  • Vier Jugendorchester, darunter das Wiener Jeunesse Orchester und das Boston Philharmonic Youth Orchestra, spielen bei sechs Konzerten im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.
  • Statt Abonnements gibt es nun flexible Vorverkaufsrabatte von 10 bis 20 Prozent bis 30. Juni sowie eine neue Mitgliedschaft für 60 Euro pro Jahr mit dem Ziel, 200 Mitglieder zu gewinnen.