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Ellen Barkin: Depp war beherrschend und immer am Saufen und Kiffen

20. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Im Prozess zwischen Johnny Depp und seiner Ex-Frau Amber Heard warf am Donnerstag Depps Ex und Co-Star Ellen Barkin ein schlechtes Licht auf den Star. Sie erzählte über Eifersucht und ständigen Alkohol- und Drogen-Konsum.

Als bisher wohl berühmteste Zeugin im 50-Millionen-Verleumdungs-Prozess von Amber Heard (36) und Johnny Depp (58) sagte am Donnerstag Ellen Barkin (68) aus. Sie spielte an Depps Seite im 90er-Jahre-Kultfilm "Fear and Loathing in Las Vegas". Nach Jahren als rein platonische Bekannte waren die beiden 1994 für einige Monate ein Paar. Per Video schilderte Barkin, dass Depp, der im Film einen ständig zugedröhnten Journalisten spielt, auch privat während ihrer Beziehung pausenlos Alkohol konsumierte oder kiffte. 

Depp und sein Anwaltsteam selbst argumentierten im Laufe des Prozesses, dass außer in einer Phase um 2014, in der er vom Opioid Oxycodon abhängig war, nie ein Alkohol- oder Drogenproblem hatte - egal, wie viel davon er konsumierte. 

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Ellen Barkins Video wurde beim Prozess im Gerichtssaal übertragen. 

Eifer- und Tobsucht

Ellen Barkin beschrieb, dass Depp, solang sie mit ihm zusammen war, ständig Halluzinogene, Kokain und Marihuana konsumiert hätte. Von Gewalt gegen sie sagte der "Ocean's 13"-Star nichts, beschrieb jedoch Zornausbrüche und obsessives Verhalten. "Mr. Depp warf einen Weinflasche durch das Hotelzimmer während der Dreharbeiten zu Fear and Loathing in Las Vegas", schilderte sie. Die Flasche habe der Schauspieler ihr und anderen während eines Streits nachgeworfen. 

"Er ist einfach ein eifersüchtiger Mann, kontrollierend", schilderte Barkin. Die Aussage  ähnelt der Beschreibung Depps von Amber Heard und anderen Zeugen. "Einmal hatte ich einen Kratzer am Rücken, der ihn sehr, sehr zornig machte, weil er fälschlicherweise dachte, ich hätte mit jemandem geschlafen."

Die Beziehung zwischen Depp und Barkin endete nach einigen Monaten plötzlich. Die Schauspielerin schilderte, dass sie in den drauffolgenden zwei Jahrzehnten nie wieder etwas von ihrem Ex gehört hätte. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam