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Deutsche Künstlerin Henrike Naumann gestorben

Heute, 20:19 · Lesedauer 2 min

Die erst vor wenigen Monaten als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons auf der Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgesuchte Künstlerin Henrike Naumann ist tot. Die 1984 in Zwickau in Ostdeutschland geborene Künstlerin sei "nach einer viel zu spät diagnostizierten Krebserkrankung" im Kreis von Familie und Freunden in Berlin gestorben, teilte ihre Familie mit.

Auch das für den Deutschen Pavillon zuständige Institut für Auslandsbeziehungen bestätigte den Tod von Naumann. Ihr Tod hinterlasse eine "schmerzhafte Lücke". "Mit Henrike Naumann verlieren wir nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige, wache und hoch engagierte Persönlichkeit."

Naumann und die vietnamesisch-deutsche Künstlerin Sung Tieu waren im vergangenen Jahr als Gestalterinnen des Deutschen Pavillons bei der Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden, die vom 9. Mai bis 22. November geplant ist und neben der documenta in Kassel als wichtigste Präsentation zeitgenössischer Kunst gilt. Es sei Naumann wichtig gewesen, die Arbeit konzeptionell zu vollenden und fertig zu stellen, damit sie gemäß ihrer künstlerischen Vision umgesetzt werden könne, hieß es.

In ihrer künstlerischen Arbeit hatte Naumann Möbel und Design benutzt, um über Gesellschaft und Politik zu sprechen. Dafür war sie vielfach ausgezeichnet und mit Ausstellungen auf der ganzen Welt geehrt worden. Auch in Wien, Graz und Linz waren ihre Werke zu sehen gewesen. Im Belvedere 21 hatte die Künstlerin im Jahr 2019 mit "Das Reich" eine fiktive Rauminstallation geschaffen, die sich als Möbelhausabwandlung im Wehrmachtsstil präsentierte.

Zusammenfassung
  • Die 1984 in Zwickau geborene Künstlerin Henrike Naumann ist nach einer spät diagnostizierten Krebserkrankung im Alter von 41 Jahren in Berlin im Kreis von Familie und Freunden gestorben.
  • Naumann war erst vor wenigen Monaten gemeinsam mit Sung Tieu als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons für die Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden, die vom 9. Mai bis 22. November stattfinden wird.
  • Sie wurde international für ihre Arbeiten ausgezeichnet, nutzte Möbel und Design zur Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Politik und zeigte unter anderem 2019 im Belvedere 21 in Wien die Installation "Das Reich".