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Betroffenheit nach Tod von "Grease"-Star Olivia Newton-John

08. Aug. 2022 · Lesedauer 3 min

Die mit der Musicalverfilmung "Grease" 1978 weltberühmt gewordene britisch-australische Sängerin und Schauspielerin Olivia Newton-John ist am Montag im Alter von 73 Jahren gestorben.

Mit liebevollen Worten hat ihr Film-Partner John Travolta (68) seiner Kollegin gedacht. "Meine liebste Olivia, du hast all unsere Leben so viel besser gemacht", schrieb er auf Instagram. "Dein Einfluss war unglaublich. Ich liebe dich so sehr". Travolta unterzeichnete mit "Dein Danny, dein John!".

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Viele Weggenossen und Fans bekundeten ihre Trauer. "Zu jung, um diese Welt zu verlassen", schrieb Barbra Streisand (80) auf Instagram zu einem gemeinsamen Foto aus den 1970er Jahren. Er habe "Grease" und ihre Musik geliebt, bekundete "Guardians of the Galaxy"-Regisseur James Gunn (56) auf Twitter. Sie sei sein erster großer Schwarm gewesen. Die Nachricht von ihrem Tod stimme sie so traurig, schrieb Oscar-Preisträgerin Marlee Matlin (56) auf Twitter.

Auch Kollegen wie Mia Farrow, Antonio Banderas, George Takei und Brian Wilson würdigten die Verstorbene. Sängerin Melissa Etheridge (61) trauerte um eine "wunderbare Frau" und ein "besonderes Talent". Newton-John sei eine der Ersten gewesen, die nach Bekanntwerden von Etheridges eigener Krebsdiagnose Zuspruch gegeben habe, schrieb die Sängerin auf Twitter.

Kampf gegen Krebs seit Jahrzehnten

Newton-John kämpfte seit Jahrzehnten gegen Krebs an. "Olivia war ein Symbol für Sieg und Hoffnung, mehr als 30 Jahre lang, in denen sie ihren Weg mit Brustkrebs teilte", postete ihr Ehemann John Easterling auf den Social-Media-Kanälen der britisch-australischen Künstlerin und Brustkrebs-Aktivistin.

Die Sängerin und Schauspielerin sei am Montagmorgen "friedlich" auf ihrer Ranch in Südkalifornien gestorben. Dabei sei sie von Freunden und Familie umgeben gewesen, hieß es auf Instagram.

Zur eigenen Behandlung setzte sie auf Schulmedizin und Cannabis-Produkte. Ihr Mann sei ein Pflanzenexperte, der Cannabis anbaue und Tinkturen für sie zubereite, sagte die Wahl-Amerikanerin 2019 im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Das nehme ich täglich zu mir und bin so von starken Schmerzmitteln losgekommen." Ihre Pionierarbeit mit pflanzlichen Heilmethoden soll nun mit der Olivia Newton-John-Stiftung fortgesetzt werden, teilte Easterling am Montag in seinem Posting mit.

Über 40 Jahre ist es her, dass Newton-John mit ihrem kessen Auftritt in dem Hit-Filmmusical "Grease" Furore machte. Als blond gelockte Sandy verdrehte sie 1978 John Travolta in der Rolle des rebellischen Danny - mit Schmalzlocke und Koteletten - den Kopf. Schon Jahre, bevor sie in "Grease" mit Pferdeschwanz, Pettycoat und Travolta im Duett Songs wie "You're The One That I Want" trällerte, war Newton-John ein Star.

Erste Platte 1966

Die im englischen Cambridge geborene Enkelin des deutschen Physik-Nobelpreisträgers Max Born und Tochter eines nach Australien ausgewanderten College-Präsidenten gründete als Schülerin eine Mädchenband. Ein Talentwettbewerb brachte die 15-Jährige nach Großbritannien zurück. 1966 nahm sie dort ihre erste Platte auf.

Mit Schmusesongs wurde die Folk-Blondine vor allem in den USA bekannt. "Let Me Be There" von 1974 war ihr erster US-Hit. Songs wie "On The Banks Of Ohio", "If You Love Me Let Me Know", "I Honestly Love You" und "Have You Never Been Mellow" machten sie dort zur Schlagerqueen.

"Xanadu"

Nach "Grease" stand sie 1980 gleich wieder vor der Kamera, für das Fantasy-Musical "Xanadu" auf Rollschuhen zu Disco-Klängen mit den Hitsongs "Xanadu", "Magic" und "Suddenly". Ein Jahr später brachte die vierfache Grammy-Preisträgerin ihr erfolgreichstes Album "Physical" heraus.

Ihre Tochter aus der Ehe mit dem Tänzer Matt Lattanzi war gerade sechs Jahre alt, als Newton-John 1992 an Brustkrebs erkrankte. Sie sagte Tourneen ab und zog von ihrer Wahlheimat Kalifornien zeitweise nach Australien um. Die Ehe ging 1995 in die Brüche. 2008 heiratete sie Easterling. Von ihrer Ranch im kalifornischen Santa Barbara aus setzte sich das Paar für die medizinische Verwendung von Cannabis ein.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp