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Art for Art: Nach Spörl-Rücktritt Chefposten ausgeschrieben

Juni 13, 2020 · Lesedauer 2 min

Auf ein Neues: Nachdem Axel Spörl wenige Tage nach Amtsantritt am 4. Mai angesichts schwerwiegender Vorwürfe bereits wieder als Geschäftsführer des Theaterservicekonzerns Art for Art zurückgetreten war, startet die Bundestheater-Holding eine neue Ausschreibung. Ab heute, Samstag, ist es für Interessenten und Interessentinnen wieder möglich, sich auf den Posten zu bewerben.

Gegen Spörl gibt es massive Vorwürfe der Urkundenfälschung in Hinblick auf seinen Lebenslauf. Die Art-for-Art-Stelle soll nun auf eine Dauer von bis zu fünf Jahren besetzt werden, wobei die Holding den Ausschreibungstext weitgehend unverändert belassen hat. Gefordert ist unter anderem ein "aussagekräftiger Lebenslauf".

Das Anforderungsprofil umfasst neben betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und Erfahrungen auch "Wissen um das österreichische und internationale Kulturleben und dessen organisatorisches Umfeld". Da die Bundestheater-Holding bestrebt ist, den Anteil von Frauen in Leitungsfunktionen zu erhöhen, werden diese nachdrücklich zu einer Bewerbung eingeladen.

Die Bewerbungsfrist läuft nun bis zum 12. Juli. Eine Entscheidung über die neue Art-for-Art-Spitze soll dann so schnell wie möglich getroffen werden. Einstweilen führt der bisherige Chef Josef Kirchberger die Geschäfte interimistisch weiter.

Eine Einigung über die Kompensation des durch die doppelte Ausschreibung entstandenen Schadens mit dem Personaldienstleister Korn Ferry sei noch nicht getroffen, unterstrich indes Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Christian Kircher gegenüber der APA. Klar sei für die Holding: "Wir wollen in Summe ohne Schaden aussteigen." Die genaue Schadenshöhe lasse sich dabei derzeit noch nicht beziffern, werde aber im fünfstelligen Bereich liegen.

Angesichts der Besonderheit des Falls Spörl wolle er Korn Ferry auch nicht dauerhaft von weiteren Aufträgen ausschließen, unterstrich Kircher: "Wir wollen und können das Büro nicht aufgrund eines sehr besonders gelagerten Falles von einer zukünftigen Zusammenarbeit ausschließen."

Quelle: Agenturen