Ein Kampfjet vom Typ F-35B versemmelt die LandungScreenshot/Twitter

Modernster Kampfjet der Welt sorgt für kuriosesten Crash

16. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Der F-35-Kampfjet ist das modernste Kampfflugzeug der Welt. Eine missglückte Landung des Senkrechtstarters in den USA sorgte nun für einen der wohl kuriosesten Abstürze der Welt.

Der US-Kampfjet F-35 ist das teuerste Kampfflugzeug der Welt. Die Entwicklung und Anschaffung des vermeintliches Alleskönners verschlang bisher 1,7 Billionen US-Dollar - Tendenz steigend. Auch zahlreiche andere NATO-Staaten wie Deutschland, Italien oder Großbritannien haben bereits Exemplare des Kampfjets geordert.

Der F-35 soll einen Großteil der verschiedenen Flugzeugtypen, die bei den US-Streitkräften aktuell im Einsatz sind, ersetzen. Eine Version davon, der F-35B, ist als Senkrechtstarter konzipiert, er kann also wie ein Hubschrauber senkrecht abheben und landen. Ein solches Landemanöver ging vor kurzem auf dem Militärstützpunkt Fort Worth in Texas schief.

Augenzeugen filmten, wie das Flugzeug zunächst langsam senkrecht landet. Das Flugzeug setzte bereits auf dem Boden auf, hob dann aber wieder leicht ab und kippte in der Luft schwebend seitlich um. Mit der Nase nach unten drehte sich der Jet dabei.

Der Pilot betätigte daraufhin den Schleudersitz und segelte mit dem Fallschirm nach unten. Das Flugzeug kam anschließend im Grad zum Stehen. Laut US-Medien dürfte der Pilot nur leicht verletzt worden sein.

Überdesignt, überladen, überteuert

Die Anschaffung des F-35 sorgt seit Jahren für Kritik. Weil ein Flugzeug möglichst viele Rollen abdecken soll, wurde das Waffensystem mit komplizierter Technik vollgestopft. Der Alleskönner kann zudem viele seiner Funktionen nur dürftig erfüllen. Auch, dass der Kampfjet schon in Produktion ging, während seine Tauglichkeit erst laufend geprüft wird, sorgte für heftige Kritik. Immer wieder musste die Konstruktion angepasst werden, was die Kosten ins Astronomische treibt.

Das hochkomplexe System hat darüber hinaus immer wieder mit Fehlfunktionen und Defekten zu kämpfen. Trotz seiner kurzen Dienstzeit gab es bereits mehrere Abstürze, bei denen teilweise auch Piloten starben.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos