APA - Austria Presse Agentur

Facebook überlegt Namensänderung und muss Strafe zahlen

20. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook will sich einem Medienbericht zufolge umbenennen. Wegen der Diskriminierung von Arbeitern muss das Unternehmen Strafe zahlen.

Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook will sich einem Medienbericht zufolge umbenennen. Unternehmenschef Mark Zuckerberg plane, spätestens auf der jährlichen Connect-Konferenz am 28. Oktober den neuen Markennamen zu enthüllen, schrieb das US-Technikportal und Mediennetzwerk "The Verge" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die neue Markengestaltung habe mit dem neuen Fokus auf die Schaffung eines "Metaverse" zu tun.

"Metaverse"

Unter "Metaverse" versteht Facebook eine Welt, in der physikalische Realität mit erweiterter (augmented reality, AR) und virtueller Realität (VR) in einer Cyberwelt verschmelzen. Der Begriff stammt vom amerikanischen Schriftsteller Neal Stephenson, der ihn erstmals im Jahr 1992 in seinem Science-Fiction-Roman "Snow Crash" verwendet hat

Facebook werde durch die Änderung neben seinen Diensten Instagram, WhatsApp, Oculus und weiteren Plattformen unter einer Muttergesellschaft positioniert, hieß es weiter. Facebook erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, das Unternehmen kommentiere Gerüchte und Spekulationen nicht.

Millionenstrafe wegen Diskriminierung

Unterdessen muss Facebook wegen angeblicher Benachteiligung von Amerikanern bei der Jobvergabe eine Strafe von insgesamt 14,25 Millionen Dollar (12,25 Mio. Euro) zahlen. Der Konzern von Tech-Milliardär Mark Zuckerberg habe Ausländer bei der Besetzung von Stellen gegenüber US-Arbeitern bevorzugt, erklärte das US-Justizministerium am Dienstag in Washington.

Angeblich soll Facebook für bestimmte lukrative Jobs vor allem Ausländer in Betracht gezogen und ihnen Visas und Greencards besorgt haben, anstatt sich am US-Arbeitsmarkt umzuschauen. "Facebook steht nicht über dem Gesetz", erklärte eine Vertreterin des Justizministeriums. Der Konzern müsse sich an die Vorschriften in halten. Eine Stellungnahme von Facebook lag zunächst nicht vor.

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa