APA - Austria Presse Agentur

Zweijährige bei Fenstersturz in Wien schwer verletzt

22. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

Eine Zweijährige ist Mittwochfrüh aus einem Fenster im ersten Stock eines Wohnhauses in Wien-Penzing gestürzt. Das Mädchen erlitt schwere Kopfverletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind in ein Krankenhaus. Dort wurde es auf einer Überwachungsstation untergebracht. Es bestehe keine akute Lebensgefahr, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage.

Eine Zweijährige ist Mittwochfrüh aus einem Fenster im ersten Stock eines Wohnhauses in Wien-Penzing gestürzt. Das Mädchen erlitt schwere Kopfverletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind in ein Krankenhaus. Dort wurde es auf einer Überwachungsstation untergebracht. Es bestehe keine akute Lebensgefahr, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage.

Zum Zeitpunkt des Unfalls gegen 8.15 Uhr hielten sich die Mutter des Mädchens und mehrere kleine Geschwister in der Wohnung auf. Eine Passantin beobachtete, wie die Zweijährige am Fensterbrett kletterte und sah auch den Sturz aus dem offenen Fenster, hieß es von der Polizei. Das Kind sei vom ersten Stock aus rund drei bis vier Meter weit gefallen, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

Beim Eintreffen der Berufsrettung, die mit mehreren Teams anrückte, war die Zweijährige "noch bei Bewusstsein, aber 'eingetrübt'", berichtete Sprecherin Corina Had. Nach der Erstversorgung wurde das Mädchen mit einem Hubschrauber der Berufsrettung ins Spital gebracht.

Eine Siebenjährige, die am Donnerstag in Währing bei einem Fenstersturz schwer verletzt wurde, war am Mittwoch weiter in akuter Lebensgefahr. Das sagte eine Sprecherin des Krankenanstaltenverbundes (KAV) auf Anfrage. Das Mädchen befand sich wegen schwerer Kopfverletzungen im künstlichen Tiefschlaf.

Im Durchschnitt stürzt in Österreich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) alle vier Wochen ein Kind aus einem Fenster. Fensterstürze zählen somit nicht zu den häufigsten, aber zu den schwersten Unfällen bei Kindern. Die Folgen reichen von Prellungen und Knochenbrüchen bis hin zu lebensgefährlichen Verletzungen von Kopf, Wirbelsäule und inneren Organen.

Der Bewegungs- und Entdeckungsdrang von Kindern könne sich in Kombination mit geöffneten oder ungesicherten Fenstern und Balkontüren in Sekundenschnelle zu einer unkalkulierbaren Gefahrenquelle entwickeln, warnten die Experten. Kleinkinder können nicht nur die Gefahr nicht einschätzen, sie verlieren auch leichter die Balance, weil ihr Körperschwerpunkt im Vergleich zu Erwachsenen höher liege. In Haushalten mit Kindern sollten alle Fenster und Balkontüren mit Sicherungen ausgestattet sein. Am besten seien versperrbare Kindersicherheitsgriffe.. Katzen- oder Fliegenschutzgitter seien nicht geeignet. Von 113 Fensterstürzen von unter 15-Jährigen, die der KFV analysiert hat, war bei rund jedem sechsten Unfall am Fenster ein Insektenschutzgitter montiert.

Quelle: Agenturen