APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/WIN MCNAMEE

Zwei Truthähne vor Thanksgiving von US-Präsident begnadigt

21. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Vor dem US-Feiertag Thanksgiving hat Präsident Joe Biden zwei Truthähne begnadigt und damit vor dem Backofen bewahrt. Bei der traditionellen Zeremonie auf dem Südrasen des Weißen Hauses sprach Biden am Montag eine Begnadigung für Chocolate und Chip aus. Die beiden Truthähne aus dem Bundesstaat North Carolina werden damit nicht an Thanksgiving verspeist, sondern fortan geruhsam auf dem Campus der North Carolina State University leben.

Unterbrochen wurde die Zeremonie kurz von Bidens Schäferhund Commander, der vom Balkon des Weißen Hauses aus zu bellen begann, was bei den Truthähnen ein besorgtes Gackern auslöste. "Ich hatte Angst, dass wenn er runterkommt, er nicht nur Sie küsst und ableckt, sondern dass er auch auf die Truthähne losgeht", scherzte Biden an seine Zuhörer gewandt. "Deswegen habe ich ihn da oben gelassen."

Der Präsident, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte, nutzte seine kurze Ansprache auch für einen Seitenhieb gegen die oppositionellen Republikaner, die bei den Kongress-Zwischenwahlen vom 8. November schlechter abgeschnitten hatten als erwartet. "Die einzige rote Welle in dieser Saison gibt es, wenn ein deutscher Schäferhund, Commander, die Cranberrysoße auf unserem Tisch umwirft", sagte Biden.

Die Republikaner hatten auf einen Erdrutschsieg bei den Midterms gehofft, wegen der Farbe der Partei als "rote Welle" bezeichnet. Letztlich konnten die Republikaner den Demokraten zwar die Kontrolle über das Repräsentantenhaus entreißen, die Konservativen werden dort aber nur über eine sehr knappe Mehrheit verfügen. Es gelang ihnen zudem nicht, die Mehrheit im Senat zu erringen.

Thanksgiving ist die US-Version des Erntedankfestes und für viele Menschen das wichtigste Familienfest in den USA. Es wird am kommenden Donnerstag gefeiert. Biden wird den Feiertag mit seiner Familie auf der Urlaubsinsel Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts verbringen.

Quelle: Agenturen