Queen Elizabeth II.

Zum 70. Thronjubiläum: 10 schräge Facts über die Queen, die die wenigsten kennen

31. Mai 2022 · Lesedauer 7 min

Queen Elizabeth II. sind seit 1952 mit aktuellem Stand 15 Länder untertan. Sie liebt Pferde, Hunde, ihre vier Kinder und wachsende Zahl an Enkelkindern. Wussten Sie aber auch, dass sie eine Goldene Schallplatte hat, als erste die Hunderasse Dorgi züchtete, ein Bond-Girl ist und den Spitznamen "Würstel" hat?

96 Jahre und kein bisschen leise: Queen Elizabeth II. sitzt seit 70 Jahren auf dem Thron, länger als all ihre Vorgänger. Nicht nur die Briten lassen die Monarchin darum mit viel Trara hochleben. Während mache Sachen - wie ihre Liebe zu schreienden Farben bei ihren Kleidern, um trotz geringer Körpergröße von 1,60 Metern in Menschenmengen immer gesehen zu werden - bekannt sind, wissen Insider mehr. PULS 24 hat zehn lustige, schräge und überraschende Facts zur Königin zusammengetragen, die nur wahre Royal-Fans kennen. 

Die Liebe der Queen für Pferde und Hunde ist legendär. Ihren ersten Corgi namens Susan bekam Elizabeth zu ihrem 18. Geburtstag 1944 geschenkt. Doch nicht nur die Queen liebt Hunde, auch die Vierbeiner untereinander können sich gut riechen. Das traf auch auf einen der royalen Corgis zu, der mit einem Dackel von Prinzessin Margaret, der Schwester der Queen, mehr als nur spielen wollte. Geboren war eine neue Hunderasse namens Dorgis, erstmal "gezüchtet" von royalen Häupten. Elizabeth besitzt bis heute Dorgis, die auf klingende Namen wie Brandy, Pickles, Piper, Tinker - und aktuell Candy getauft wurden. 

Die Queen Elizabeth II. mit ihrem Dorgi Candy

Die Queen mit ihrem Dorgi Candy im Februar 2022

Die Queen muss beim Autofahren keinen Führerschein mit sich führen, besitzt jedoch einen. Sie machte ihn 1945 und lernte beim Dienst in den Streitkräften Autofahren. Dort wurde sie auch als LKW-Fahrerin und Mechanikerin ausgebildet. Laut Insidern soll sie, wenn sie am Steuer sitzt, auch ganz gern aufs Gas drücken. 

König Abdullah von Saudi-Arabien lud die Queen bei seinem Besuch auf Balmoral, der Sommerresidenz der Queen in Schottland, zu einer Tour des Anwesens. Der damals-noch-nicht-König soll nicht schlecht gestaunt haben, als die Queen selbst hinter dem Steuer des Geländewagens saß, um mit ihm durch die Landschaft zu brettern. Man darf annehmen, dass es der Königin mehr als bewusst war, dass es Frauen in Saudi-Arabien nicht gestattet ist, Auto zu fahren. 

Queen Elizabeth II. hinter dem Steuer ihres Range Rover 2019 auf dem Weg zur Royal Windsor Horse Show

Gerne auch mal flott unterwegs: Queen Elizabeth II. hinter dem Steuer ihres Range Rover 2019 auf dem Weg zur Royal Windsor Horse Show

Die Queen liebt die ruhigen Sommermonate in Balmoral, wo es weitab vom Hof in London familiärer zugeht. Ein Stück Schottland begleitet die Monarchin auch das restliche Jahr. Ein eigens abgestellter Dudelsackspieler marschiert täglich um neun Uhr morgens unter dem Fenster der Queen, um sie musikalisch wachzuküssen. Eine Ausnahme gibt es nur zu Weihnachten, das die Queen in der Vergangenheit meist in Sandringham verbrachte. Dort kam die royale Familie zusammen und die Räume werden so knapp, dass einige der Royals in den Dienstbotenquartieren schlafen müssen. Bei so beengten Verhältnissen ist für einen Dudelsackspieler kein Platz. 

Mehr als genug Dudelsäcke und die dazugehörigen Soldaten, die sie blasen, gibt es bei der jährlichen Militärparade "Trooping the Colour" im Juni, die zu Ehren des Geburtstages der Queen abgehalten wird. Wer sich informiert, dem wird auffallen, dass die Queen am 21. April 1926 das Licht der Welt erblickte. Warum ihr Geburtstag offiziell allerdings erst im Juni gefeiert wird? Weil da die Wahrscheinlichkeit auf gutes Wetter größer ist. Auch ihr Urgroßvater King Edward VII., der im November Geburtstag hatte, hielt es bereits so. Ihren Geburtstag im April feiert Elizabeth übrigens trotzdem - im engsten Familienkreis. 

Die engsten Verwandten sind es auch, die die Königin bei einem ihrer Spitznamen nennen dürfen. Als Kind wurde sie Lilibet genannt. Der Grund, warum auch Prinz Harrys Tochter diesen Namen trägt. Weit weniger charmant sind die Namen mit denen Prinz Philip seine Ehefrau im Laufe ihrer über 70-jährigen Ehe rief. Einer davon ist "Cabbage", also Krauthappel auf österreichisch, Kohlkopf auf deutsch. Es wird vermutet, dass Philip auf die wenig liebevolle Bezeichnung kam weil er das französische "mon petit chou" (mein kleiner Schatz) wörtlich ins Englische übersetzte und deshalb ein kleiner Krautkopf daraus wurde. Französisch spricht die Queen übrigens fließend. Ein weiterer Spitzname von Philip für seine Angetraute war übrigens "sausage", "Würstl". Da soll noch einer sagen, Liebe gehe nicht durch den Magen. 

Noch keine Queen: Prinzessin Elizabeth mit Prinz Philipp 1947

Noch keine Queen: Prinzessin Elizabeth mit Prinz Philipp 1947

Philip und Elizabeth waren sich nicht nur in Liebe verbunden - gemunkelt wird, sie soll sich in den feschen Philip verliebt haben als sie 13 und er 18 war - sie sind auch verwandt. Philip, geboren als Prinz von Griechenland und Dänemark, und Elizabeth, teilen sich eine Urgroßmutter, Queen Victoria. 

Twitter? Kaum der Rede wert

Die Queen ist nicht nur fest in Traditionen verankert, sondern ist immer wieder auch eine technische Vorreiterin. Als sie ihren ersten Tweet 2014 absetzte, sorgte das weltweit für Schlagzeilen. Was dabei viele vergaßen: Ihr erstes E-Mail verschickte Elizabeth bereits 1976 von einem Militärstützpunkt aus, als der Großteil der Welt noch keine Ahnung hatte, was das Wort überhaupt bedeutet. 

Die Queen auf dem Mond

Die Queen schaffte es übrigens auch auf den Mond - wenn auch nur in indirekt. Als Apollo 11 auf dem Erdtrabanten landete und Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat, hinterließen er und Buzz Aldrin Grüße des Friedens von ausgewählten Staatsführern, darunter auch welche der Queen. "Im Namen des britischen Volkes ziehe ich den Hut vor den Fähigkeiten und dem Mut, die den Menschen zum Mond gebracht haben. Möge dieses Unterfangen zum Wissen und Wohlergehen der Menschheit beitragen."

Musik-Star

Wovon andere träumen, schafft die Queen nebenbei. Die CD "Party at the Palace" (2002) mit den Lieblingsstücken der Königin verkaufte sich in der ersten Woche mehr als 100.000 Mal. Elizabeth II. darf also eine Goldene Schallplatte ihr Eigen nennen. 

Bond-Girl

Als die Olympischen Spiele in London 2012 eröffnet wurden, ließen sich die Briten das Spektakel einiges kosten. Von "Mr. Bean" Rowan Atkinson bis zu den Spice Girls mit einer Special Reunion und den Monty Python trat alles an, was auf der Welt als britisch betrachtet wird. Da durfte James Bond in einem speziellen Clip nicht fehlen. Für den Beitrag "Happy & Glorious", einer Zeile aus der Nationalhymne, holte der Agent die Königin aus dem Buckingham Palace ab, um sie per Hubschrauber ins Stadion zu bringen. Als die Queen schließlich aus ebendem sprang, ging vor Ort ein Raunen durch die vollbesetzten Ränge. Als die echte Monarchin wenig später im selben Kleid wie im Clip in Persona mit ihrem Ehemann das Stadion betrat, war der Applaus ohrenbetäubend. Der Dreh war monatelang streng geheim gehalten worden. Und die Queen bekam 2013 einen ehren-Bafta, den britschen TV-Award, als "unvergesslichstes Bond-Girl". 

Sir Kenneth Branagh überreicht Queen Elizabeth II. einen Ehren-Bafta in Anerkennung ihrer lebenslangen Unterstützung des britischen Films und Fernsehens und als "unvergesslichstes Bond-Girl". 

Sir Kenneth Branagh überreicht Queen Elizabeth II. einen Ehren-Bafta in Anerkennung ihrer lebenslangen Unterstützung des britischen Films und Fernsehens und als "unvergesslichstes Bond-Girl". 

 

Und zu guter Letzt ein Fakt, der zeigt, dass der Titel Queen nicht nur eine leere Hülse ist. Die Briten kommen - egal wie sie zum Königshaus stehen, an der Queen nicht vorbei. Briefmarken, Geldscheine und Münzen tragen ihr Konterfei. Treue-und Fahneneide werden auf die Queen und nicht auf den Staat geschworen. Und die Nationalhymne? Die heißt natürlich "God Save the Queen", wie denn sonst.

 

Lass die Puppen tanzen: Zum Platin-Jubiläum bekam Queen Elizabeth II. ihre eigene Barbie

Lass die Puppen tanzen: Zum Platin-Jubiläum bekam Queen Elizabeth II. ihre eigene Barbie

PULS 24 ehrt die Queen zum 70. Thronjubiläum am Dienstag, den 31. Mai, um 20.15 Uhr mit der Doku "The Queen at 90" und zeigt anschließend "Diana, the Day the World Cried".

Am Mittwoch, den 1. Juni, und am Donnerstag, den 2. Juni, geht's mit den Queen-Festspielen schon im Frühstücksfernsehen bei "Café Puls" ab 5.30 Uhr auf PULS 4 und PULS 24 los. Auch im "Café Puls Magazin" um 19 Uhr auf Puls 4 wird der britischen Königin gehuldigt.

Am Mittwoch werden bei einem Lokalaugenschein aus London erste Stimmungen eingefangen, am Donnerstag wird live vom "Trooping the Colour" berichtet.

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam