Zukunftsforscher: „Drei Dinge werden sich verändern“

06. Apr 2020 · Lesedauer 2 min

„Krisen sind unvermeidbar. Wenn sie etwas Positives haben, dann diesen Moment des Umdenkens“, sagt Zukunftsforscher Andreas Reiter im PULS 24-Interview. Er glaubt, dass die aktuelle Coronakrise drei wesentliche Veränderungen bewirken wird.

„Krisen sind unvermeidbar. Wenn sie etwas Positives haben, dann diesen Moment des Umdenkens“, sagt Zukunftsforscher Andreas Reiter im PULS 24-Interview. Er glaubt, dass die aktuelle Coronakrise drei wesentliche Veränderungen bewirken wird.

1. Die digitale Transformation:

„Die digitale Transformation wird massiver werden. Denken Sie an E-Learning bei Schülern und Studenten oder an Remote Work, also das Arbeiten von Zuhause. Hier wird sich eine Menge verändern. Auch der Onlinehandel wird zunehmen. Die Menschen merken jetzt, dass sie viele Dinge online einkaufen können beziehungsweise müssen. Das wird den Einzelhandel und das Einkaufsverhalten dramatisch verändern.“

2. Die Wirtschaft:

„Ich geh davon aus, dass wir in den nächsten Jahren das Grundeinkommen für notwendig erachten und einführen werden. Wann wenn nicht jetzt in dieser Krise? Viele Selbständige und Arbeitslose müssen die nächsten Monate durchkommen. Wie, wenn nicht mit einem Grundeinkommen für alle?“

3. Die gesellschaftliche Solidarität

„Wir sehen eine enorme Menge an Solidarität. Junge Menschen, die für ältere einkaufen. Wenn zum Beispiel Katrin aus dem ersten Stock einen Zettel mit der Aufschrift: ‚Ich kaufe für Sie ein‘ an die Tür hängt. Diese Solidarität wird in Zukunft spürbar werden. ‚Zusammen sind wir weniger allein‘ – das ist eine wichtige, positive Erkenntnis, die wir aus der Krise gewinnen, gerade in diesem ‚Social Distancing‘, in dieser sozialen Distanz, in der wir uns gerade befinden.  

Reiter geht davon aus, dass uns die Krise bis in den Herbst hinein begleiten wird. Wichtig sei, der Bevölkerung zu zeigen, dass die Maßnahmen wirken. „Die Menschen brauchen ein Licht am Ende des Tunnels, dann sind sie in der Lage alle Krisen zu meistern“, sagt er.

 

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe